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Sport

21. November 2017 | 03:58 Uhr

Hansa verliert Schlacht der Nerven

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erstellt am 24.Feb.2012 | 09:47 Uhr

Rostock | Hansas Chancen auf den Klassenerhalt sind nach der gestrigen "Schlacht der Nerven" zwischen Letztem und Vorletztem der 2. Fußball-Bundesliga drastisch gesunken. 13 Runden vor Saisonschluss verloren die Rostocker den "Schusswechsel" mit dem nunmehr Fünfzehnten FC Ingolstadt 1:2 (1:0). Etwa 60 überzeugenden Minuten mit zahlreichen Chancen folgte der Einbruch. Nach dem Konter zum 1:2 (72.) ging kaum noch was.

Ausgerechnet Perthel, bei den Weiß-Blauen zuletzt "Solist" bei den Standards, war kurzfristig wegen einer Schulterverletzung ausgefallen. Für ihn begann Jänicke (der auch alle Ecken und die meisten Freistöße übernahm). Dies die einzige Veränderung in der Start-Elf gegenüber dem 0:0 zuvor in Aachen. Die Ostseestädter spielten sofort unmissverständlich auf Sieg: Schon nach gut 30 Sekunden wurde eine Flanke von Janecka fast zum Torschuss. Jänicke drang ansehnlich in den Strafraum ein, seine gefährliche Eingabe fand keinen Abnehmer (6.). Borg setzte klug Mintál in Szene, der jedoch dribbelte sich fest (10.). Die Gastgeber dominierten. Obacht war dennoch geboten, denn die Süddeutschen bewegten sich auch keineswegs ungeschickt im Vorwärtsgang.

Schließlich aber kassierten die Mecklenburger den Lohn für ihr Engagement. Schäfer vom FCI traf beim Versuch, eine Flanke von Jordanov zu klären, sowohl den Ball als auch Jänicke nicht unerheblich am Fuß - Schiedsrichter Stegemann, gestern Debütant in der 2. Liga, zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt.

Eine vertretbare Entscheidung - und ein allemal gerechtfertigterer Strafstoß als jener, der beim 1:3 im Hinspiel (wir erinnern uns) Ingolstadt auf die Siegerstraße brachte… Borg führte wie schon beim 4:2 gegen Duisburg mit aufreizend langsamem Anlauf und "Roller" diesmal in die linke Ecke erfolgreich aus, 1:0 für Hansa (22.).

Am Gesamtbild änderte sich danach bis zur Pause nichts. Die Rostocker waren am Drücker und dem 2:0 näher als die Gäste dem Ausgleich: Ein Versuch von Borg wurde geblockt (27.), Janeckas scharfer und gut platzierter Hinterhaltschuss pfiff dicht am Gehäuse der Schwarz-Roten vorbei (27.), und Jordanov legte sich in Bedrängnis die Kugel einen Tick zu weit vor (40.).

Chancen für die Bayern gab es keine. Auch eingangs der zweiten Halbzeit nicht, und doch stand es plötzlich 1:1: Gusche hatte eine Flanke von Schäfer per Kopf ins eigene Netz befördert (50.). Dabei war Hansa drauf und dran, sich in einen wahren Sturmlauf zu steigern. Schon der feine Doppelpass-Konter mit Mintál und Jänicke hätte ein Tor verdient gehabt (nach Abschluss von Letzterem Keeper Özcan zur Ecke/49.).

Es folgten hochkarätige Möglichkeiten im Strafraum für Borg (aus Nahdistanz gehalten/51. bzw. Ball knapp verfehlt/59.) sowie Mintál (wurde geblockt/53.).

Nach und nach aber kamen die Einheimischen völlig von ihrer Linie ab, Ungenauigkeiten und Unsicherheiten schlichen sich ein. Trainer Wolf brachte mit Weilandt eine frische Offensivkraft, die eine große Chance vergab (71.). Sekunden später fingen sich die Rostocker nach Ballverlust von Mintál einen Konter zum 1:2 ein. Abgesehen von einem Schuss des eingewechselten Pannewitz (80./daneben) spielte sich danach nicht mehr viel ab. Es war die insgesamt 100. Niederlage des FCH in der 2. Bundesliga.

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