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Rostock vs. Großaspach Nullnummer in Großaspach

Von André Gericke | 20.03.2018, 21:06 Uhr

Rostocker bleiben mit einem 0:0 bei Sonnenhof Großaspach fünf Spiele sieglos

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat im Nachholspiel des 21. Spieltages am Dienstagabend bei der SG Sonnenhof Großaspach den Befreiungsschlag verpasst und kam trotz Chancenplus über ein mageres 0:0 nicht hinaus.

Coach Pavel Dotchev nahm nach dem 0:1 in Aalen, dem vierten sieglosen Spiel in Serie, für seine Verhältnisse relativ viele Veränderungen vor. Von der Tribüne in die Start-Elf rotierten Selcuk Alibaz und Christopher Quiring auf der rechten beziehungsweise linken  Mittelfeldseite. Zudem ersetzte Willi Evseev den Gelb-gesperrten Bryan Henning in der Zentrale. Darüber hinaus  kehrte im klassischen 4-4-2 Fabian Holthaus von der linken Außenbahn auf den Posten des Linksverteidigers zurück. Rechts hinten räumte Joshua Nadeau ab. Nico Rieble und Vladimir Rankovic nahmen dafür auf der Bank Platz.

Die Gäste legten mit Schwung los. Vor allem Alibaz war mit einem Abschluss (9./ gehalten) und einer Hereingabe (14./zur Ecke geklärt, Quiring lauerte) auffällig.

Außerdem sicherte Soufian Benyamina viele Bälle, was eine Fortsetzung der Angriffe ermöglichte.  Als ein langer Ball durchrutschte, zog erneut Alibaz ab, doch sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht (38.) wie auch wenig später ein Versuch von Fabian Holthaus (39.).

Auf der Gegenseite tauchte plötzlich Joseph-Claude Gyau frei im Strafraum auf, doch Hansa-Keeper Janis Blaswich brauchte nicht einzugreifen (43./über das Tor).

Mit Wiederanpfiff war Hansa weiterhin um Initiative bemüht, doch die Hausherren wurden bissiger und mutiger. Nadeau ließ die Flanke von Gyau zu, Holthaus verlor das Kopfballduell gegen Röttger, doch Blaswich parierte hier ebenso glänzend (51.)  wie beim  Distanzschuss von Jannes Hoffmann (53.). Das Spiel wurde offener. Auch die Gäste wollten  den Dreier, doch Breier schoss knapp drüber (58.), und nach einem Doppelpass mit Evseev wurde Benyamina etwas zu weit nach außen abgedrängt und scheiterte an Broll (64.). Es war jetzt ein offener Schlagabtausch.

In der Schlussphase wurde der Schneefall immer dichter, doch Scherff behielt den Durchblick. Der Youngster schickte Benyamina ins Laufduell mit Jeff-Denis Fehr, und der  frühere Rostocker brachte den Hansa-Stürmer zu Fall – rote Karte. Den anschließenden Freistoß schoss Evseev kläglich über die Latte (81.). Rostock drängte, doch Hüsing scheiterte per Kopf (83., 87.). Dazwischen verpasste Benyamina eine Eingabe von Rankovic (86.). Evseev scheiterte an Broll (90.+2).

Urteil der Trainer

Sascha Hildmann (Großaspach):  Wir waren in der ersten Hälfte nicht im Spiel. Wir waren zu pomadig und langsam. Nach der Pause fingen wir gut an mit den Chancen von Röttger und Hoffmann, waren im Spiel. Doch dann kamen die Fehler wieder, auch unser Positionsspiel war wieder schwächer. Da war ich schon enttäuscht von der Mannschaft. Das können wir besser. Am Ende bekommen wir auch noch eine rote Karte und müssen dann froh sein, dass wir hier  mit dem 0:0 einen Punkt mitnehmen.

Pavel Dotchev (Rostock): Wir haben ein sehr intensives Spiel mit zwei engagierten Mannschaften gesehen. In der ersten Hälfte hatten wir viel Ballbesitz, kamen aber im letzten Drittel nicht richtig zum Zug. Da verflachte unser Spiel etwas. In der zweiten Halbzeit kontrollierten wir das Spiel bis auf die ersten zehn Minuten gut. Wir ließen insgesamt nur zwei Chancen zu. Dennoch war es für uns ein schmaler Grat, um anzugreifen, aber kontrolliert zu spielen. Mit der Leistung bin ich zufrieden. Mit ein bisschen  Glück hätten wir vielleicht auch den Sieg   holen können.  Momentan fehlen  uns aber vorne einfach die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen.