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Hansa Rostock : Hansa bekommt Problemfans nicht in Griff

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Beim brisanten Duell zwischen Hansa Rostock und RB Leipzig sind die befürchteten Ausschreitungen nicht ausgeblieben.

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 14:17 Uhr

Auf dem Rasen hat Hansa Rostock das Duell der Gegensätze gegen RB Leipzig mit Anstand verloren, doch für seine Problemfans auf den Rängen musste sich der Traditionsklub wieder einmal schämen. Während der Halbzeitpause des brisanten Drittligaspiels (0:1) hatten zum Teil vermummte Personen in großer Anzahl die Südtribüne der Arena verlassen und Ausschreitungen förmlich gesucht. Zuerst warfen die Hooligans Farbbeutel und Gegenstände in den Bereich der Gästefans, dann zertrümmerten sie WC-Anlagen.

Mit den Einzelteilen der Sanitär-Einrichtungen wurden Polizisten beworfen, auch Flaschen flogen.  Erst mit einem Großaufgebot der Polizei konnten die laut Polizeiangaben „hochaggressiven Anhänger des FC Hansa Rostock“ zurückgedrängt werden. Bei den Ausschreitungen wurden Beamte und Ordnungskräfte verletzt, teilte die Polizei mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Der Verein muss als Wiederholungstäter eine drastische Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) befürchten. Erst kürzlich war Hansa wegen mehrerer Verstöße seiner Fans zu einer 20.000-Euro-Geldstrafe, einem Teilausschluss der Fans auf Bewährung sowie Auflagen wie der Installierung eines Fangnetzes vor der Südtribüne verurteilt worden.

Dagegen hatten die Mecklenburger Berufung eingelegt.  Nach den neuerlichen Randalen distanzierte sich die Klubführung von seinen Problemfans, „die die präventive Arbeit des Vereins durch solche schwachsinnigen Aktionen konterkarieren und den Ruf des Vereins in den Dreck ziehen“, wie Rainer Friedrich, Vorstand Stadionmanagement und Prävention, betonte. Vorstandschef Michael Dahlmann versicherte, man werde mit der Polizei gemeinsam alles unternehmen, um die Straftäter zu identifizieren und künftig von Fußballspielen auszuschließen. Doch das hat der letzte DDR-Oberliga-Meister auch schon in vielen Stellungnahmen zuvor immer wieder betont, das Gewaltproblem hat er aber bislang nicht in den Griff bekommen.

Das Image des einst bundesweit beliebten Ex-Bundesligisten hat dadurch deutlich stärker gelitten als die sportliche Talfahrt der vergangenen Jahre. Der finanzstarke Emporkömmling RB Leipzig hat Hansa längst überflügelt, bereits am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken können die „Roten Bullen“ den Durchmarsch in die 2. Liga perfekt machen. Die Aufgabe ist auf dem Papier leicht, denn Saarbrücken steht durch das 1:1 (0:1) gegen Wacker Burghausen als zweiter Absteiger fest. Tabellenführer 1. FC Heidenheim, dem der Aufstieg nicht mehr zu nehmen ist, leistete sich derweil eine überraschende 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart II.

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