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Handball : Schwerin ist für Eisenach Reise wert

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Der Frust saß tief nach der bitteren, aber nach dem Spielverlauf völlig verdienten Niederlage im Lager der Schweriner Post-Handballer. Weder Thormann, Riediger noch Chantziaras wollten sich nach dem Schlusspfiff äußern.

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erstellt am 27.Feb.2012 | 11:41 Uhr

Der Frust saß tief nach der bitteren, aber nach dem Spielverlauf völlig verdienten Niederlage im Lager der Schweriner Post-Handballer. Rückraummann Sven Thormann wollte nach Schlusspfiff nichts sagen, Kapitän Stephan Riediger verwies auf seine im Spiel verschwundene Stimme und Konstantinos Chantziaras marschierte – nicht nach links und rechts schauend – gar schnurstracks in die Kabine. Auch die Worte von Trainer Christian Prokop („Kommst du her!“) konnten den Griechen nicht aufhalten. Prokop wollte seine nach Verletzungen auf einen Mini-Kader geschrumpfte Truppe nach der 21:24 (9:11)-Niederlage am Mittelkreis zur ersten kleinen Auswertung versammeln. Der Coach meinte dazu auf Nachfrage: „Dinos war wohl zu sehr frustriert. Mehr sage ich an der Stelle nicht, sonst sage ich noch was Falsches!“


Falsch gemacht haben die Postler in den 60 Minuten zuvor eine Menge. Zu viel, um am Ende wenigstens einen Zähler in der Sport- und Kongresshalle zu behalten. Der Eisenacher Jubel kannte nach dem erst zweiten Auswärtserfolg der Saison keine Grenzen. Für die Wartburg-Städter ist Schwerin ganz offensichtlich immer eine Reise wert. Im vierten Aufeinandertreffen nach der Wende kassierten die Mecklenburger beim samstäglichen Punktspiel der 2. Handball-Bundesliga die vierte Niederlage gegen die Thüringer.


Einer, der sich nach dem 21:24 stellte, war Johannes Prothmann: „Der Spielausgang ist sehr bitter. Es war ein ganz wichtiges Spiel, auch mit Blick aufs Mittwoch-Heimspiel gegen Bad Schwartau“, so der Mittelmann, um zu ergänzen: „Wir haben eindeutig zu viele Fehler gemacht, und zu viele Fehlwürfe geleistet und zum Schluss auch ein, zweimal zu früh abgeschlossen. So kann man nicht gewinnen!“ Co-Trainer Jörg Bär hatte es im Protokoll schwarz auf weiß: „19 Fehlwürfe und noch dazu vier technische Fehler bei 21 Toren“.
Die Gastgeber führten dreimal, zuletzt beim 6:5 (16.). Als dann der von der Zweiten ausgeliehene Rechtsaußen Tom Koop (kam nach 44 Minuten beim Stand von 13:17 für den blassen Danny Anclais) zum 19:20 (53.) einnetzte, hatte Post die Chance zum Ausgleich. Doch erst gaben die mehrfach den Vorteil wegpfeifenden Magdeburger A-Kader-Schiris den Weltgen-Treffer bei dessen Durchbruch zum Unwillen der über 1600 Zuschauer nicht, dann scheiterte Alexander Rauch frei am bärenstarken ThSV-Torwart Radek Musil. Eisenach – mit der eindeutig besseren Spielanlage – zog wieder auf 22:19 (57.) davon. Das war’s…

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