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Post Schwerin : Postler stürmen die „Hanse-Hölle"

vom

Der 10. Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga der Männer führte Sonntag Nachmittag den VfL Bad Schwartau und Post Schwerin zusammen. Das Duell der beiden Reviernachbarn entschieden die Gäste für sich.

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erstellt am 06.Nov.2011 | 07:41 Uhr

Lübeck | Der 10. Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga der Männer führte gestern Nachmittag den VfL Bad Schwartau und Post Schwerin zusammen. Das Duell der beiden Reviernachbarn entschieden vor 2021 Zuschauern in der Lübecker Hanse-Halle die Gäste für sich. Immer nach vorn getrieben von den etwa 100 mitgereisten Fans, behielten die Schweriner in der entscheidenden Phase kühlen Kopf und setzten sich 30:29 (14:14) durch. "In der zweiten Halbzeit haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Ich bin stolz auf die Mannschaft", freute sich Post-Coach Christian Prokop.

Gespannt sein durfte man schon vor dem Anpfiff dieser Partie, wer die Querelen der letzten Tage und Wochen besser verarbeitet hatte. Während das Schlusslicht den Trainer wechselte, hatten die Mecklenburger einen negativen Bescheid der HBL im ausgefallenen Heimspiel gegen den DHC Rheinland zu verarbeiten. Für Bad Schwartau sprach, dass neue Besen (Trainer) bekanntlich besser kehren sollen. Dagegen konnten die Gäste bis auf den am Knie operierten Alex Wirt wieder auf ihr Bestaufgebot zurückgreifen.

Post übernahm zunächst die Initiative und führte durch zwei Treffer von Moritz Weltgen mit 2:1 (4.). Dem VfL hingegen gelang nicht viel, weil gleich zum Auftakt zwei Siebenmeter nicht untergebracht werden konnten. Überhaupt war Post-Keeper Robert Wetzel mit vier Paraden bis zur achten Minute der gewohnt sichere Rückhalt. Das Post-Angriffsspiel verlor aber leider an Sicherheit. Schlecht vorbereitete Würfe (Ingo Heinze) wurden immer wieder eine Beute von VfL-Torwart Panzer. Schwartau erhöhte den Vorsprung auf 9:5 (17.) und stellte die Post-Abwehr immer wieder über die Kreismitte vor unlösbare Probleme. Zum Glück hielt sich die Fehlerquote auf beiden Seiten die Waage, sodass Schwerin den Abstand verkürzen konnte. Beim 12:13 (27.) waren die Gäste wieder dran, obwohl die Referees in ihrer Regelauslegung eher heimlastig waren. Martin Murawski gelang eine Minute später gar der Ausgleich zum 13:13 (28.). Zur Halbzeit stand die Partie 14:14, was unter anderem ein Verdienst der beiden Rückraumspieler Dinos Chantziaras und Sven Thormann war. Auch Martin Murawski zeigt sich auf Linksaußen von seiner besseren Seite.

Gleich nach dem Seitenwechsel brachte Danny Anclais mit seinem ersten Treffer die Gäste in Führung. Und zwei verwandelte Konter von Murawski brachten die Gäste trotz Unterzahl mit 18:15 (34.) in Führung. Danach unterlief Weltgen ein verhängnisvoller Fehler. Nachdem er im Angriff den Ball vertändelte, foulte er im Zurücklaufen einen VfL-Spieler und kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe. Weitere technische Fehler von Post ließen die Hausherren zum 18:18 (38.) ausgleichen. Erneut waren es Thormann und Weltgen, die für Schwerin trafen. Doch der Zwischenstand von 20:18 (39.) war längst kein Ruhekissen. Selbst das 23:20 (45.) für Post bedeutete keine Vorentscheidung. Nachdem erneut Weltgen vom Platz musste nutzte der VfL zweimal seine Überzahl. Und da Post-Rechtsaußen An clais zweimal in aussichtsreicher Position scheiterte, war wieder alles offen (23:22, 47.). Beim Stande von 26:24 verlor Schwerin in Weltgen (Rote Karte nach 3x2 Minuten) und Anclais gleich zwei Akteure in einem Angriff - und den Spielmacher. Trotz allem wehrten sich die Postler, verfielen nicht in Hektik und Thormann erhöhte auf 30:28. Allerdings hing der Sieg bis zum Schluss am seidenen Faden.

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