SV Mecklenburg Schwerin : Handball-Talente im Fokus

Marc Hagemeier (l.) ist für wertvolle Tipps seiner erfahrenen Mitspieler, hier von Johannes Prothmann, sehr dankbar.
Marc Hagemeier (l.) ist für wertvolle Tipps seiner erfahrenen Mitspieler, hier von Johannes Prothmann, sehr dankbar.

Der SVM setzt auf Nachwuchsförderung / Hagemeier und Kaleun hatten nun ihr Debüt

svz.de von
04. Dezember 2013, 16:59 Uhr

Egal, ob die Schweriner Handballer unter dem Vereinsnamen Post Schwerin oder jetzt als SV Mecklenburg Schwerin firmieren, stets wurde der Nachwuchsförderung eine Schlüsselposition eingeräumt. Sehr viele Spieler durchliefen dabei alle Stationen vom Kinder- bis zum Männerteam. Ein Paradebeispiel hierfür ist der jetzige Drittliga-Trainer des SV Mecklenburg Schwerin, Holger Antemann. Als Kreismittelspieler brachte er es bis in die DDR-Nationalmannschaft. Von seinem reichen Erfahrungsschatz profitiert jetzt sein Team. Zudem hat er als Lehrer im Sportgymnasium fast täglich Kontakt zu jungen Handballern. Unter seinen Fittichen reifte schon so manches Talent heran.

Mit dem Drittliga-Aufstieg im Sommer übernahm er vier A-Jugendspieler des Vereins in seinen Kader. Doch bekanntlich ist der Weg vom Jugend- ins Männerteam mit Hindernissen versehen. Vom Dabeisein bis zum Mitspielen braucht es geraume Zeit. So waren bislang nur Spieler Marc Hünerbein und Keeper Fabian Kaleun gelegentlich im Einsatz. Doch Spiele hatten sie bis dahin nicht entschieden.

Für Kaleun schlug am vergangenen Sonntag im Spiel gegen den HSV Hannover die große Stunde. In der 43. Minute wurde er für den an diesem Tag gewiss nicht schlechten Stammtorwart Oliver Mayer (zwölf Paraden) auf die Platte beordert. Achtmal ließ er die gegnerischen Schützen abblitzen und hatte wesentlichen Anteil am 27:23 Erfolg. Antemann begründete den Wechsel im Nachhinein mit „Bauchgefühl“. „Ich weiß ja, dass ‚Fabi‘ ein Riesentalent ist. Aber gerade bei Torhütern spielt eben die Erfahrung eine entscheidende Rolle.“ Für Kaleuns größere Zukunft sprechen nicht nur seine Parademaße von 1,95 Meter Körpergröße und 93 Kilogramm Gewicht. Der Junge weiß genau, was er will. Derzeit absolviert er die 13. Klasse im Sportgymnasium. Nach dem Abitur möchte er während des Studiums eine Fachrichtung in Richtung Psychologie einschlagen. „Mein sportlicher Traum ist es, mal ganz oben anzukommen, möglichst in der 1. Liga“, äußerte der achtzehn Jahre alte Schlussmann. Wohl wissend, dass er bis dahin noch seine Stärken ausbauen („Ich gebe auch in schwierigen Situationen alles“) und seine Schwächen („Ich darf mich nicht durch meine manchmal starken Emotionen vom Weg abbringen lassen“) abstellen muss.

Auch für den noch ein Jahr jüngeren Marc Hagemeier dürfte sein Debüt gegen Hannover ein Riesenerlebnis gewesen sein. Gleich mit einem Torerfolg führte sich der gelernte und 1,94 Metergroße Rückraumspieler ein. Der aus Demmin stammende Azubi (Fachkraft für Lagerlogistik), der mit elf Jahren durch seinen Vater zum Handball fand, war natürlich happy: „Für mich ist die Mannschaft wie eine zweite Familie. Hier kann ich täglich von den Besten lernen.“



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