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TSG Neustrelitz fiebert dem DFB-Pokal entgegen : "Haben nichts zu verlieren"

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Neustrelitz rüstet zum dritten großen Fußballtag des Jahres. Nach dem überraschenden Gewinn des Landespokals gibt der Europa-League-Starter SC Freiburg seine Visitenkarte im Parkstadion ab.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 06:22 Uhr

Neustrelitz/Schwerin | Neustrelitz rüstet zum dritten großen Fußballtag des Jahres. Gut zwei Monate nach dem überraschenden Gewinn des Landespokals mit einem 3:0 über den FC Hansa Rostock und rund sechs Wochen nach der Vorstellung von Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric als neuen Trainer gibt heute um 15.30 Uhr der Europa-League-Starter SC Freiburg seine Visitenkarte im Parkstadion ab. "Das wird ein Highlight. Es ist für jeden Spieler ein Bonbon, im DFB-Pokal spielen zu dürfen. Wir wollen dieses Erlebnis auskosten", sagte Brdaric vor seinem Pflichtspieleinstand auf der TSG-Bank.

Der 38 Jahre alte ehemalige Auswahlstürmer, der sein Amt beim Regionalligisten im Juni antrat, hat für seine Vereine so manche Pokalschlacht geschlagen und sogar einmal im Finale in Berlin gestanden. Das ging 2002 in Diensten von Bayer Leverkusen allerdings mit 2:4 gegen Schalke 04 verloren. Ein ähnliches Resultat würde dem Viertligisten im Duell mit dem Bundesliga-Fünften der vergangenen Saison diesmal zur Ehre gereichen.

Das weiß Brdaric natürlich auch. "Wir sind klarer Außenseiter und haben nichts zu verlieren. Die Freiburger kommen nicht hierher, um uns etwas zu schenken", sagt der TSG-Coach, der in Nürtingen in Baden-Württemberg geboren ist.

Für die Neustrelitzer waren die beiden bisherigen Auftritte im DFB-Pokal nach den Landespokalsiegen 2007 und 2008 nicht von Erfolg gekrönt. Aber Achtungserfolge waren es allemal. Gegen den Karlsruher SC gab sich die TSG erst in der Verlängerung mit 0:2 geschlagen, gegen 1860 München hieß es nach 90 Minuten ebenfalls 0:2.

Die Jungs von Brdaric brennen und wollen sich dem vermeintlich übermächtigen Gegner nicht kampflos ergeben. "Die Bude wird brennen. Wir wollen das Ding reißen", versprach Mittelfeldspieler Tony Fuchs kämpferisch. Die gute, fünfwöchige Vorbereitung belegen acht Siege aus zehn Testspielen. Die Generalprobe lief mit einem 5:1 beim polnischen Drittligisten Kotwica Kolobrzeg wie geschmiert.

Die Gäste aus dem 900 Kilometer entfernten Breisgau, die immerhin rund 300 Fans mit nach Neustrelitz bringen, wird das aber kaum schrecken. Trainer Christian Streich musste sein Team nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger neu formieren und acht Neue integrieren.

"Alle haben gut mitgezogen. Man merkt zwar, dass der eine oder andere noch ein bisschen Zeit braucht, um den Rhythmus bei uns aufzunehmen, aber das ist normal", sagte Streich über die Vorbereitung.

Im vergangenen Jahr waren die Freiburger nah dran, sich den Traum von Berlin zu erfüllen. Erst der Erzrivale VfB Stuttgart machte ihn im Halbfinale mit einem 2:1-Sieg im Landesderby zunichte. Dennoch war der Einzug in die Runde der besten Vier der größte Erfolg in der Pokalgeschichte des immerhin schon 109 Jahre alten Traditionsvereins.

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