Im 13. Anlauf zum zweiten Sieg!

Gardar Jóhannsson musste die Woche über kürzer treten, nachdem er beim  1:2 gegen Frankfurt bereits in der ersten Halbzeit ausschied (Zerrung des Hüftbeugers). Zum Glück sollte der Isländer heute in Kaiserslautern einsatzfähig sein. Georg Scharnweber
Gardar Jóhannsson musste die Woche über kürzer treten, nachdem er beim 1:2 gegen Frankfurt bereits in der ersten Halbzeit ausschied (Zerrung des Hüftbeugers). Zum Glück sollte der Isländer heute in Kaiserslautern einsatzfähig sein. Georg Scharnweber

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22. April 2010, 10:11 Uhr

Rostock | Heiß her geht es am 31. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga. Der FC Hansa Rostock (16. Platz/32 Punkte) und die TuS Koblenz (17./29) kämpfen weiterhin in einem Fernduell um den Abstiegs-Relegationsplatz, den derzeit die Ostseestädter belegen. Während die Rheinhessen heute Abend ab 18 Uhr beim Tabellenzweiten St. Pauli zu Gast sind, hat es den FCH noch härter erwischt. Die Truppe von Trainer Marco Kostmann ist zur gleichen Zeit beim Spitzenreiter und designierten Erstliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern gefordert. Der viermalige Deutsche Meister will nach vierjähriger Abstinenz mit der Unterstützung von 50 000 frenetischen Anhängern den Sprung zurück ins Oberhaus endgültig perfekt machen. Vielleicht liegt genau in diesen Umständen die Minimalchance des FC Hansa auf eine faustdicke Überraschung. "Dort wird uns eine riesige Euphorie erwarten. Wir müssen vor diesem Publikum vor allem kühlen Kopf bewahren und auch den Mut haben, unseren Fußball zu zeigen. Wenn es uns dann gelingt, lange Zeit ein 0:0 zu halten, könnten sich die Fans auch zum Nachteil für den 1. FCK auswirken", sagt Trainer Marco Kostmann. Sich verstecken, versuchen zu mauern und mit langen Bällen agieren dürfe sein Team aber nicht. "Das hätte keine große Chance auf Erfolg. Mit schnellen Stafetten müssen wir immer wieder Nadelstiche setzen und rasch durchs Mittelfeld spielen", so der 44-Jährige weiter.

Die Bilanz der Ostseestädter auf dem berühmt-berüchtigten Betzenberg ist nicht gerade erfolgsversprechend. Bei zwölf Auftritten verließen die Norddeutschen neunmal als Verlierer den Platz. Den einzigen Dreier feierten sie im Februar 2001, als Bachirou Salou bereits in der 2. Minute den umjubelten Siegtreffer erzielen konnte. Wegen der Statistik aber die Partie abzuschenken kommt nicht in Frage. Daher versuchen die Rostocker auch alles, um die angeschlagenen Orestes und Gardar Jóhannsson wieder voll fit zu bekommen. Vielleicht gelingt ja im 13. Anlauf der zweite Erfolg?! "In unserer momentanen Situation haben wir nichts zu verschenken, und auch in Kaiserslautern gibt es drei Punkte zu holen", so Kostmann, der trotz zuletzt zweier schwächerer Auftritte dem Schweden Andreas Dahlén im linken Mittelfeld vertraut. "Wir können es nur gemeinsam als Team schaffen. Sogenannte Hire-and-Fire-Aktionen* bringen uns jetzt nicht weiter. Das Team und die Spieler brauchen Vertrauen. Andreas weiß selbst, dass er zuletzt nicht gut war, aber davor zeigte er mit zwei Toren, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. Er braucht gleich zu Beginn eine gute Ak-tion, und dann läuft es bei ihm", ist Rostocks Coach überzeugt.

Insgesamt wird er im Hexenkessel von Lautern vor allem auf die routinierten Kräfte setzen. "Einige haben solche Begegnungen schon erlebt, vor so einer Kulisse gespielt und können eine gewisse Erfahrung aufweisen. Das ist natürlich ein Vorteil. Am wichtigsten wird jedoch sein, dass wir uns nicht selbst schlagen, wie wir es in den vergangenen beiden Partien leider eindrucksvoll hinbekommen haben. Ich denke, dass wir in der Lage sind, eine Mannschaft aufs Feld zu schicken, die bestehen kann", erklärt Kostmann.

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