Wichtiger Sieg : Union feiert weiter - FSV-Trainer Schwarz wackelt

Der Mainzer Adam Szalai (M) hatte mit seinem Team gegen die Berliner Christopher Trimmel und Rafal Gikiewicz (l) das Nachsehen. /dpa
Der Mainzer Adam Szalai (M) hatte mit seinem Team gegen die Berliner Christopher Trimmel und Rafal Gikiewicz (l) das Nachsehen. /dpa

Mainz 05 ist der derzeit beliebteste Gegner in der Bundesliga: Am elften Spieltag erzielte der Club erst sein zwöltes Tor - und hat jetzt bereits mehr als doppelt so viele Treffer kassiert. Union Berlin feiert den nächsten Erfolg und zieht am Stadtrivalen vorbei.

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09. November 2019, 17:32 Uhr

Eine Woche nach dem Derbysieg gegen Hertha BSC feiert Union Berlin den nächsten wichtigen Sieg in der Fußball-Bundesliga. Die Eisernen gewannen am Samstag beim FSV Mainz 05 mit 3:2 (2:0) und stürzten den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf in große Nöte.

Die Rheinhessen kassierten eine Woche nach dem 0:8 in Leipzig die nächste Klatsche - jetzt wackelt Trainer Sandro Schwarz. Nach einem Eigentor von Daniel Brosinski (30. Minute) sorgte der Aufsteiger mit zwei Kopfballtreffern des Schweden Sebastian Andersson (45. +3/51.) für eine frühe 3:0-Führung. Karim Onisiwo (81.) und Daniel Brosinski (90.+4) verkürzten noch auf 2:3.

Unter dem 41-jährigen Schwarz entwickelte sich Mainz zuletzt zu einer Schießbude: Nach elf Spieltagen stehen 30 Gegentore zu Buche, zudem rutschte das Team auf den Relegationsplatz ab. Die Mannschaft von Union-Trainer Urs Fischer jubelte am Tag des 30-jährigen Mauerfall-Jubiläums über einen souveränen Sieg und liegt nun bereits vier Punkte vor dem FSV - und vor allem zwei Punkte vor der Hertha, ein besonderer Berliner Prestigeerfolg.

Von der ersten Minute an lieferten sich beide Teams einen intensiven Kampf mit wenig gelungenen Ballstafetten. Den harten Umgang miteinander demonstrierte Union-Profi Robert Andrich, als er nach vier Minuten Adam Szalai böse am Knöchel traf. Dafür gab's seine fünfte Gelbe Karte und die Sperre für die nächste Partie gegen Borussia Mönchengladbach.

«Ich will Taten sehen, ein anderes Gesicht. Keiner kann sich aus der Verantwortung schleichen», hatte Schwarz von seinen Mainzern verlangt. Entsprechend engagiert gingen die Nullfünfer zu Werke, doch ihre Unsicherheit stieg von Minute zu Minute. Zumal die Gäste mit ihren Kontern erste Nadelstiche setzten. So schoss Christopher Lenz nach knapp 20 Minuten überhastet übers Tor.

Kurz darauf hätte Szalai beinahe sein erstes Tor für die Mainzer nach seiner Rückkehr aus Hoffenheim erzielt: Der 31 Jahre alte Ungar scheiterte aber mit einem Gewaltschuss am starken Keeper Rafal Gikiewicz.

Union nutzte dann die Hektik im Spiel der Schwarz-Elf. Nach Vorarbeit von Kapitän Christopher Trimmel hielt Marcus Ingvartsen den Fuß hin, am Ende aber hatte Brosinski den Ball über die eigene Linie gelenkt - 0:1. Der nächste Nackenschlag für die Mainzer erfolgte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs: Trimmel erkämpfte noch eine Ecke, führte sie selbst aus und Andersson erhöhte mit einem wuchtigen Kopfball auf 2:0.

Mit gellenden Pfiffen verabschiedeten die Fans den FSV in die Kabine. «Entscheidend ist jetzt, Ruhe zu bewahren und alles reinzulegen», mahnte der konsternierte Sportvorstand Rouven Schröder am Sky-Mikrofon. Der nächste Rückschlag ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Ecke Trimmel, Kopfballtor Andersson - so hieß es auch wenige Minuten nach Wiederanpfiff.

Immerhin wehrten sich die Mainzer gegen ein Debakel wie in Leipzig und hatten auch noch Chancen. Der eingewechselte Karim Onisiwo erzielte das 1:3, doch das zweite Tor durch Brosinski in der Nachspielzeit kam zu spät.

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