Kein Sieg in der 3. Liga : Schwarzes Wochenende für Ost-Teams

Die Szene, die zum Elfmeter für 1860 München führt. Im nächsten Moment geht Adriano Grimaldi zu Boden. „Er hackt in den Boden rein. Ich treffe weder ihn noch den Ball“, versicherte später Hansa-Kapitän Julian Riedel.
Die Szene, die zum Elfmeter für 1860 München führt. Im nächsten Moment geht Adriano Grimaldi zu Boden. „Er hackt in den Boden rein. Ich treffe weder ihn noch den Ball“, versicherte später Hansa-Kapitän Julian Riedel.

Chancen en masse, oftmals die bessere Spielanlage, aber kein Sieg. Die Ost-Teams der 3. Liga sind nicht gut aus der Länderspielpause gekommen. Die meisten Auftritte machen aber Mut für die nächsten Spiele.

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17. September 2018, 05:00 Uhr

KFC Uerdingen - Hallescher FC 2:1 (1:0)

Beim Halleschen FC war man nach der unglücklichen Niederlage bitter enttäuscht. Die Gäste waren das bessere Team, mussten nach der Roten Karte gegen Braydon Manu eine Stunde in Unterzahl agieren. Die Entscheidung von Schiedsrichter Asmir Osmanagic wurde kontrovers diskutiert. «Wir laufen nebeneinander her, er schlägt aus und trifft mich am Hals – ich nehme das dankend an», sagte Uerdingens Manuel Konrad. Sein Trainer Stefan Krämer widersprach: «Das ist für mich keine glasklare Rote Karte.» Und auch HFC-Coach Torsten Ziegner unterstrich: «Das ist eine Gelbe Karte, mehr nicht.» Fakt aber ist auch: Der HFC hätte auch mit neun Feldspielern gewinnen können. «Wir haben unsere vielen klaren Chancen nicht genutzt, das ist bitter», meinte Torschütze Bentley Dexter Bahn.

FC Hansa Rostock - TSV 1860 München 2:2 (0:1)

Der FC Hansa rennt seinem dritten Heimsieg weiter hinterher. Auch gegen Aufsteiger 1860 München reichte es nur zu einem Zähler. Dabei sah es nach dem Doppelschlag durch Marco Königs und Pascal Breier kurz nach der Pause so aus, als könnte Hansa gewinnen. «Es war ein sehr emotionales und offenes Spiel. 1860 war gut organisiert, bissig und laufstark. Nach dem Seitenwechsel waren wir die deutlich bessere Mannschaft», analysierte Trainer Pavel Dotchev. Der von Julian Riedel an Adriano Grimaldi verursachte Elfmeter brachte die Rostocker aber um den Lohn der Mühen im zweiten Abschnitt.

Eintracht Braunschweig - FC Carl Zeiss Jena 2:0 (0:0)

Dieses Spiel durfte der FC Carl Zeiss Jena nie und nimmer verlieren. Es war eine beeindruckende Auswärtsleistung der Thüringer - mit zwei entscheidenden Schwachstellen: Man traf das gegnerische Tor nicht und verteidigte zweimal anfängerhaft. «Wir machen die Torchancen nicht, wir haben uns genügend rausgespielt», resümierte Jenas Trainer Mark Zimmermann und ergänzte: «Uns hat die Qualität gefehlt, unser Tor zu verteidigen.» So kam Zweitliga-Absteiger Braunschweig zu seinem ersten Sieg. Dennoch sieht Zimmermann optimistisch nach vorn. «Wir werden unsere Punkte holen, wenn wir so weiterspielen.»

FC Energie Cottbus - SG Sonnenhof Großaspach 0:0

Aufsteiger FC Energie Cottbus lernt immer mehr den harten Ligaalltag kennen. Seit fünf Spielen warten die Lausitzer nun schon auf einen Sieg, der auch gegen Großaspach nicht zwingend möglich war. «Unsere Organisation war nicht zufriedenstellend. Es wurde erst in der zweiten Halbzeit besser», sagte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Möglichkeiten, um das Spiel zu gewinnen, wurden kaum herausgespielt, entsprangen häufig gegnerischen Fehlern. «Meinen Spielern war nach den zuletzt nicht gewonnenen Spielen eine gewisse Verunsicherung anzumerken», sagte Wollitz und wirkte zerknirscht.

SF Lotte - FSV Zwickau 2:1 (0:0)

So hatte sich Torhüter-Debütant Matti Kamenz seinen Drittliga-Einstand beim FSV Zwickau nicht vorgestellt. Eine unsichere Aktion in der dritten Minute der Nachspielzeit brachte den Gastgebern das 2:1 und damit den Sieg. Zuvor war das Team von FSV-Trainer Joe Enochs zeitweise klar überlegen gewesen, vornehmlich im ersten Abschnitt. Doch wieder einmal wurden beste Chancen nicht genutzt. So blieb das Elfmetertor von Toni Wachsmuth der einzige Treffer der Sachsen. «Direkt nach unserem Ausgleich hätten wir einen Handelfmeter bekommen müssen. Danach sind wir wieder unter Druck geraten und haben erneut nicht gut verteidigt. Die Mannschaft ärgert sich jetzt kurz schwarz, wird aber definitiv wieder aufstehen», sagte Enochs.

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