Fans zünden Pyrotechnik : Schalke hält Kurs auf Königsklasse - 1:0 in Mainz

Schalkes Daniel Caligiuri (2.v.l./18) erzielt das Tor zum 1:0 gegen den FSV Mainz 05.  
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Schalkes Daniel Caligiuri (2.v.l./18) erzielt das Tor zum 1:0 gegen den FSV Mainz 05.  

Der FC Schalke bleibt weiter erster Verfolger des FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Nach dem 1:0 in Mainz dank eines Traumtores von Daniel Caligiuri rückt die Teilnahme an der Champions League immer näher. In Mainz werden die Abstiegssorgen immer größer.

svz.de von
10. März 2018, 17:26 Uhr

Der FC Schalke 04 hat seine Ambitionen auf die Champions League untermauert und die Abstiegssorgen des FSV Mainz 05 zum Bundesliga-Jubiläum verschärft.

Der Tabellenzweite feierte am Freitagabend vor 30.655 Zuschauern einen 1:0 (0:0)-Sieg bei den Rheinhessen, deren Mini-Serie von drei Spielen ohne Niederlage ausgerechnet im 400. Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte endete.

Daniel Caligiuri sorgte mit seinem Treffer in der 55. Minute für Jubel bei den Königsblauen, die mit 46 Punkten erster Bayern-Verfolger bleiben. «Das war ein ganz wichtiger Sieg. Die Mainzer habe das heute gut gemacht, sie war sehr aggressiv. Da war es wichtig, dass wir die Mentalität und die Charaktere hatten, um gegenzuhalten», sagte Schalkes Coach Domenico Tedesco, der ausgelassen mit seinen Profis noch auf dem Rasen den Erfolg feierte.

Mainz befindet sich als Tabellen-16. mit 25 Zählern weiter in akuter Abstiegsgefahr. «Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Aber wir müssen weiter dran arbeiten, dass wir auch vorne mal ein Tor machen», meinte der Mainzer Suat Serdar enttäuscht.

Die Partie begann mit sechsminütiger Verspätung, nachdem die Gäste-Fans mit einem Pyro-Feuerwerk für «dicke Luft» gesorgt hatten. Dabei wurden nach Angaben der Polizei mehrere Personen verletzt.

Das blieb jedoch der einzige Aufreger in Hälfte eins, denn als die Sicht wieder klar war, bekamen die Zuschauer zunächst nur magere Fußball-Kost geboten. Die technisch und spielerisch limitierten Mainzer rannten und rackerten, kamen jedoch kaum einmal gefährlich vor das Schalker Tor.

Der Tabellenzweite, bei dem Nationalspieler Leon Goretzka, Max Meyer, Bastian Oczipka und Breel Embolo zunächst nur auf der Bank saßen, agierte zwar etwas abgeklärter. Offensiv in Szene setzen konnten sich die Königsblauen gegen die aggressiven Hausherren jedoch auch nicht.

Die Folge war ein Kampfspiel, in dem es auf beiden Seiten kaum Chancen gab. Den ersten Torschuss gab FSV-Stürmer Robin Quaison nach einer knappen halben Stunde ab, doch der Ball verfehlte das Ziel. Ansonsten verlebte Gäste-Keeper Ralf Fährmann in seinem 200. Pflichtspiel für Schalke eine ruhige erste Hälfte.

Doch auch Florian Müller, der nach seinem überragenden Bundesliga-Debüt am vergangenen Wochenende in Hamburg von 05-Trainer Sandro Schwarz zum Mainzer Stammtorwart befördert worden war, blieb im ersten Durchgang ohne Beschäftigung.

Nach dem Wechsel war mehr Feuer in der Partie. Schalke-Coach Domenico Tedesco brachte nun Goretzka, der sich nach seiner Fußverletzung wieder fit gemeldet hatte. Den besseren Start erwischten aber die Mainzer, doch Daniel Brosinski (48.) vergab frei stehend die mögliche Führung.

Die fiel dann auf der anderen Seite, als Caligiuri nach einem feinen Solo den Ball aus rund 20 Metern ins Eck schlenzte. Mainz schüttelte sich aber nur kurz und drängte mit Macht auf den Ausgleich, den Fährmann zweimal gegen Suat Serdar (65./68.) und bei einem Schuss des eingewechselten Levin Öztunali (84.) verhinderte.

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