Englische Woche in der 3. Fußball-Liga : Probleme mit dem Toreschießen: Ost-Vereine bleiben sieglos

Halles Florian Brügmann (r.) und Rostocks Tobias Jänicke kämpfen um den Ball. Alle ostdeutschen Teams schließen die englische Woche sieglos ab.

Halles Florian Brügmann (r.) und Rostocks Tobias Jänicke kämpfen um den Ball. Alle ostdeutschen Teams schließen die englische Woche sieglos ab.

Die ostdeutschen Mannschaften haben die englische Woche in der 3. Fußball-Liga ohne Sieg abgeschlossen. Das größte Manko aller: Die schlechte Chancenverwertung. Rein spielerisch gab es viel Positives.

svz.de von
15. August 2016, 08:00 Uhr

Kein Spitzenplatz eines ostdeutschren Teams nach vier Spieltagen in der 3. Liga - im Vergleich zur vergangenen Saison ist das schlecht. Doch wie die Teams sich präsentieren, nötigt Respekt ab. Nur die Chancenverwertung ist derzeit nicht drittligawürdig.

Hallescher FC - FC Hansa Rostock 0:0 „Wir sind nur sehr schwer in das Spiel reingekommen“, konstatierte Halles Trainer Rico Schmitt nach der Partie gegen Hansa Rostock.„Hansa hat die Räume geschickt zugelaufen und war im Angriff immer extrem gefährlich.“ Ein wenig haderte Schmitt damit, dass sein Team nach dem Platzverweis von Hansa-Kapitän Michael Gardawski keinen Treffer erzielen konnte. „Die Chancen, die wir uns erspielen, müssen wir auch nutzen.“ Dennoch sei er zufrieden: „Aus vier Spielen haben wir jetzt fünk Punkte geholt, darauf können wir aufbauen.“ Hansa-Coach Christian Brand meinte, dass „der Punkt mehr als verdient war.“ Seine Mannschaft habe eine beeindruckende Leistung gezeigt und sei vor allem in der ersten Halbzeit das bessere Team gewesen. „Wir haben Halle nicht zur Entfaltung kommen lassen.“ In Unterzahl habe seine Mannschaft leidenschaftlich verteidigt und sich das Unentschieden redlich verdient.

FSV Zwickau - SV Wehen Wiesbaden 0:3 Das Dresdner DDV-Stadion als Ausweichspielstätte hat dem FSV Zwickau kein Glück gebracht. Allerdings war das 0:3 eine Niederlage deutlich unter Wert. „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, das Remis  zur Pause gerecht. Die beiden Gegentore nach Ecken waren dann absolut vermeidbar“, meinte FSV-Trainer Torsten Ziegner. Er bemängelte die Chancenverwertung seines Teams. „Nach dem Rückstand war es für uns schwer, zurück zu kommen, obwohl wir Chancen dazu hatten.“ Viermal landeten FSV-Möglichkeiten am Aluminium. Ziegner verbreitet nach dem guten Auftritt seiner Mannschaft vor dem Pokalspiel gegen den Hamburger SV am nächsten Montag Optimismus: „Die Niederlage wird uns nicht umwerfen.“ SF Lotte - FC Rot-Weiß Erfurt 2:2 Wenn der FC Rot-Weiß Erfurt seine Chancen effektiver nutzen würde, stünde er nach vier Spieltagen ganz weit oben. So aber mussten die Thüringer alle Kraft dafür verwenden, eine Niederlage beim Aufsteiger abzuwenden. Und das tat man nach dem 0:2 mit viel Moral. „Dass noch nicht alles funktioniert, ist normal nach drei Spielen innerhalb von sieben Tagen. Aber wenn ich sehe, wie fit die Mannschaft ist, wird mir nicht bange“, meinte Rot-Weiß-Trainer Stefan Krämer. Verlassen kann er sich auch in dieser Saison auf Stürmer Carsten Kammlott, der beide Tore markierte.

VfL Osnabrück - 1. FC Magdeburg 3:2 Der 1. FC Magdeburg hat sich beim VfL Osnabrück selbst um die Früchte der guten Arbeit gebracht. Statt den Kontrahenten bereits in der Anfangsphase vorentscheidend zu schwächen, vergab man zahlreiche Chancen, sogar durch Christian Beck einen Elfmeter. Der FCM war die bessere Mannschaft und bewies das mit dem Ausgleich nach dem 0:2-Rückstand. „Anschließend sind wir viel Risiko gegangen und auch belohnt worden - und schenken dann diesen Punkt wieder her, weil wir den Eckball vor dem 2:3 einfach nicht gut verteidigen“, meinte Trainer Jens Härtel, der ergänzte: „Wir haben es verpasst, uns an diesem einen Punkt festzukrallen und die letzten fünf Minuten herunter zu spielen. Dass ist das Einzige, was ich der Mannschaft vorwerfe.“ VfR Aalen - Chemnitzer FC 2:2 Dieses Unentschieden hat sich der Chemnitzer Fc selbst zuzuschreiben.

Bis zur 82. Minute führte er mit 2:0, vergab dazu einige Kontermöglichkeiten. Doch man zog sich am Ende viel zu weit zurück, spielte schlampig aus der Abwehr heraus und bekam die Quittung. „Es ist eine gefühlte Niederlage“, meinte CFC-Trainer Sven Köhler. Er bemängelte taktische Probleme, die letztlich zum Ausgleich geführt hätten. „Wir haben eine Minute vor dem Ende eine Ecke, da muss man den Ball länger in den eigenen Reihen halten“, sagte Köhler, der aber auch von einem insgesamt guten Auftritt seiner Mannschaft sprach.

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