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Perfekte WM-Qualifikation : Löws hartes WM-Casting

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Joachim Löw kann seine WM-Spieler für die Titelverteidigung 2018 aus einem schier unerschöpflichen Reservoir auswählen. Der Bundestrainer hat die Messlatte für eine professionelle Vorbereitung entsprechend hoch gelegt. Einige Champions von 2014 sind aber unersetzlich.

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erstellt am 09.Okt.2017 | 12:50 Uhr

23 Plätze - und mehr als drei Dutzend Kandidaten. Der Kampf um die WM-Tickets für die Titelverteidigung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 2018 in Russland wird so hart wie nie.

In der perfekt absolvierten Ausscheidungsrunde hat Joachim Löw insgesamt 37 Spieler eingesetzt. Einige spielten sich in den Vordergrund, wie Leon Goretzka oder Sandro Wagner. Andere sind für den Bundestrainer unverzichtbar wie die Weltmeister Manuel Neuer, Toni Kroos oder Mats Hummels, das wurde auch beim 5:1 gegen Aserbaidschan deutlich.

DIE GEWINNER: Beim Start in die WM-Qualifikation vor 13 Monaten in Oslo musste man diese Namen nicht unbedingt auf dem Zettel haben. Nun sind sie echte WM-Optionen. Dauerbrenner Joshua Kimmich, als Einziger alle 900 Quali-Minuten im Einsatz, schaffte sogar den Aufstieg in die Kategorie der Unersetzlichen. Leipzigs Timo Werner und Sandro Wagner, mit fünf Toren neben Thomas Müller der Top-Torschütze, haben Löw eine Auswahlmöglichkeit im Angriff beschert.

Leon Goretzka ist ein Lieblingsspieler des Bundestrainers und beeindruckt mit 22 Jahren durch eine konsequente Umsetzung der Spielphilosopie. Wie auch Sebastian Rudy auf der Sechserposition. Marc-André ter Stegen nutzte das lange Fehlen von Manuel Neuer und ist jetzt im Tor erste Ersatzoption für die WM.

DIE UNERSETZLICHEN: So zornig hat man Joachim Löw selten an der Seitenlinie erlebt. Als gegen Aserbaidschan in der ersten Halbzeit in Abwesenheit der angeschlagenen oder geschonten Weltmeister wenig bis nichts funktionierte, wurde deutlich, was der Bundestrainer meint, wenn er absolute Weltklasse als Titel-Kriterium einfordert.

Die garantiert ihm ein harter Kern von 2014-Champions - sofern sie fit sind. Manuel Neuer, Mats Hummels, Jérôme Boateng, Toni Kroos, Thomas Müller oder Mesut Özil in Topform sind für Löw unverzichtbar. Inzwischen auch Rechtsverteidiger Kimmich. Löw weiß, dass auf der Außenbahn «nur der Joshua auf dem höchsten Niveau ist».

DIE TORHÜTER: Noch macht sich Joachim Löw um seine unumstrittene Nummer 1 keine Sorgen. Doch der lange Ausfall von Manuel Neuer hat durchaus gezeigt, dass Deutschland als großes Torhüter-Land dennoch den Bayern-Schlussmann dringend braucht. Marc-André ter Stegen hat sich immerhin stabilisiert und den Platz als erster Vertreter eingenommen. Bernd Leno patzte gegen Aserbaidschan wie schon beim Confed Cup gegen Australien. Kevin Trapp ist bei Paris Saint-Germain nur Ersatz. Löw dürfte nach Alternativen wie Kölns Timo Horn Ausschau halten - und sehnlichst auf Neuers Genesung hoffen.

DIE JUNGSPUNDE: Der Confed Cup war ihre große Bühne. Löws Rasselbande konnte im Sommer in Russland Turniererfahrung sammeln und stürmte zum Titelgewinn. Niklas Süle, Leon Goretzka, Julian Brandt, Benjamin Henrichs oder Amin Younes sind Löws Druckmittel auf die Arrivierten. Die Offensivspieler Leroy Sané oder U21-Europameister Serge Gnabry waren bei der Mini-WM nicht dabei, gehören aber auch zu dieser Kategorie der jungen Hoffnungsträger.

DIE SCHATTENMÄNNER: Golden Boy Mario Götze und Passgeber André Schürrle fabrizierten 2014 das WM-Siegtor. Drei Jahre später stehen die Rio-Helden nach Krankheit und Blessuren im Schatten. Löw hat sie aber nicht abgeschrieben. Wie auch die Dauer-Verletzten Ilkay Gündogan oder Marco Reus, der keine einzige Quali-Minute bestritt.

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