Weltmeister-Kapitän : Lahm: Özil und Gündogan nicht EM-Wahlhelfer für Türkei

Wirbt als Botschafter für die EM 2024: Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm. /UEFA
Wirbt als Botschafter für die EM 2024: Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm. /UEFA

Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm (34) sieht die Erdogan-Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan nicht als Werbehilfe für Deutschlands Gegner Türkei im Wahlkampf um die Fußball-EM 2024.

svz.de von
12. Juni 2018, 19:32 Uhr

«Jedenfalls habe ich es nicht so empfunden, dass sie für die türkische und gegen die deutsche Bewerbung waren. Ich glaube auch, dass sich viele türkischstämmige Bürger in Deutschland freuen würden, wenn die EM 2024 bei uns stattfinden würde», sagte Lahm im Interview der «Süddeutschen Zeitung». Der frühere Bayern-Profi ist inzwischen Botschafter der deutschen EM-Bewerbung.

Fotos von einem Treffen der beiden deutschen Nationalspieler Özil und Gündogan mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatten ein harsches Echo ausgelöst und die WM-Vorbereitung der DFB-Auswahl überschattet. Auf einem Trikot, das Gündogan an Erdogan überreicht hatte, stand handschriftlich über der Signatur auf Türkisch: «Für meinen verehrten Präsidenten - hochachtungsvoll». «Um die Fußballersprache zu bemühen: Das war ein Fehlpass», sagte Lahm.

Der DFB-Ehrenspielführer zählt allerdings auf Özil und Gündogan, die türkische Vorfahren haben, als Unterstützer der deutschen Bemühungen um die Europameisterschaft. «Mesut und Ilkay haben auch bei uns hautnah erlebt, wie es 2006 war. Nicht als Spieler, aber als deutsche Bürger, in dem Land, in dem sie gelebt haben. Die Leute, die 2006 erlebt haben, sind immer noch begeistert», sagte Lahm.

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