12. Spieltag : Nach Turbostarts in Augsburg: Frankfurt erster BVB-Verfolger

Jonathan de Guzman (M) lässt sich nach dem Führungstor feiern.
Jonathan de Guzman (M) lässt sich nach dem Führungstor feiern.

Eintracht Frankfurt ist erster Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund! Zumindest für eine Nacht. Der Pokalsieger setzt seine Siegesserie auch beim FC Augsburg fort und klettert in der Tabelle. Die Fuggerstädter müssen nach unten schauen.

svz.de von
24. November 2018, 19:06 Uhr

Die Blitzstarter von Eintracht Frankfurt sind auf einmal erster Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Der hellwache Pokalsieger feierte beim 3:1 (1:0) gegen den FC Augsburg seinen sechsten Bundesligasieg in den vergangenen sieben Partien und kletterte zumindest für eine Nacht auf den zweiten Tabellenplatz. Das jubelten die Fans aus Hessen!

«Ich vergesse nicht, wo wir herkommen. Ich sage immer wieder gern: Den Ball flach halten. Natürlich ist das jetzt eine tolle Situation, wir haben uns aus der Bedrängnis herausgearbeitet», sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter, der mit der Eintracht einen Holperstart in diese Saison hingelegt hatte. Davon ist aber kaum noch etwas auf dem Platz zu bemerken. Nach dem neunten Erfolg in den vergangenen zehn Pflichtspielen strotzen die Tempofußballer vor Selbstvertrauen und ließen sich von ihren mitgereisten Fans im Stadion feiern.

Die Augsburger erlebten hingegen ein bitteres Jubiläum. Nach der Niederlage in ihrem 250. Bundesligaspiel müssen sie sich allmählich - mit 13 Punkten nach zwölf Partien - wieder nach unten orientieren.

«Das Spiel ist für uns natürlich extrem bitter gelaufen», meinte Trainer Manuel Baum mit Blick auf den Blitzrückstand. Nach nicht einmal einer Minute brachte Jonathan de Guzman die Frankfurter vor 30.660 Zuschauern in Führung. Sebastien Haller (47.) mit seinem neunten Saisontor knapp zwei Minuten nach Wiederanpfiff und schließlich Ante Rebic (68.) bescherten den Hessen im siebten Anlauf ihren ersten Bundesligasieg in Augsburg.

Dem kurz zuvor eingewechselten Sergio Cordova (90.) gelang nur noch der Ehrentreffer für die Fuggerstädter, die zu schlampig vor dem Tor des Rivalen auftraten. «Das ist das Positive, dass wir uns viele Chancen herausspielen und uns nie aufgeben. Auf der anderen Seite vergeben wir einfach zu viele Chancen», resümierte Baum.

Sebastian Haller? Ante Rebic? Oder Luka Jovic? Nein! Für das erste Ausrufezeichen sorgte keiner der drei Frankfurter Topstürmer, sondern Defensivmann de Guzman. Nach nicht einmal einer Minute leitete Haller einen langen Ball aus der eigenen Hälfte auf den Kanadier weiter, der aus elf Metern souverän zur Führung traf. Die Augsburger Deckung wurde völlig überrumpelt, hatte sie doch in dieser Saison zuvor noch kein Gegentor in der ersten halben Stunde zugelassen.

Die Defensive der Hessen musste dann eine Schwächung hinnehmen. Zwar hatte Trainer Adi Hütter dieselbe Startelf wie beim 3:0 gegen den FC Schalke 04 aufgeboten, doch nach fünf Minuten musste er Kapitän David Abraham wegen muskulärer Probleme ersetzen. Augsburgs Coach Manuel Baum konnte Topstürmer Alfred Finnbogason wegen muskulärer Probleme nicht aufbieten, für ihn begann Julian Schieber.

Einen erneuten Blitzstart legten die Frankfurter auch in die zweiten 45 Minuten hin. Diesmal dauerte es etwa eineinhalb Minuten, ehe der trickreiche Jovic an der Außenlinie Jeffrey Gouweleeuw abschüttelte und Haller in den Lauf passte. Der Franzose blieb cool und erhöhte auf 2:0. An Einsatz mangelte es dem FCA aber auch weiter nicht, in der Offensive drehte sich vieles um Michael Gregoritsch.

Zielstrebig und teils auch überfallartig blieben jedoch die Hessen in der Offensive. Rebic machte durch einen solchen Angriff alles klar. Acht Minuten nach seiner Einwechslung ließ dann Cordova den FCA verdient zumindest noch ein bisschen jubeln.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen