Standardtraining hat endlich gefruchtet : „Zwei Tore sind eine gute Quote“

Vorlage zur Führung: Ein Eckball von Mohammed Lartey brachte gegen 1860 München das 1:0 für den FC Hansa. Vor dem 2:0 schlug der 24-Jährige einen Freistoß in den gegnerischen Strafraum. Georg Scharnweber
Vorlage zur Führung: Ein Eckball von Mohammed Lartey brachte gegen 1860 München das 1:0 für den FC Hansa. Vor dem 2:0 schlug der 24-Jährige einen Freistoß in den gegnerischen Strafraum. Georg Scharnweber

Übung macht den Meister. Das Sprichwort trifft in diesen Tagen vor allem auf Mohammed Lartey zu. Bis zum 2:0-Erfolg von Hansa Rostock über den TSV 1860 München waren die ausgeführten Standardsituationen eher harmlos.

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17. Oktober 2011, 08:22 Uhr

Rostock | Übung macht den Meister. Das Sprichwort trifft in diesen Tagen vor allem auf Mohammed Lartey zu. Bis zum 2:0-Erfolg des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock über den TSV 1860 München waren die vom 24-Jährigen ausgeführten Standardsituationen wohlwollend ausgedrückt eher harmlos. Doch gegen die "Löwen" platzte endlich der Knoten. Per Eckball bereitete "Mo" die Führung durch Dominic Peitz vor. Ein Freistoß Larteys auf den Kopf von Matthias Holst führte zum entscheidenden 2:0. Die Extraschichten der vergangenen Wochen zahlten sich aus. "Standards sind in der 2. Liga sehr wichtig. Man sieht es jede Woche, dass viele Duelle so entschieden werden. Auch wenn längst nicht alle perfekt kamen, sind zwei Tore eine gute Quote", erklärte der Offensivmann des FCH.

Auch Coach Peter Vollmann war zufrieden mit der Ausführung der "ruhenden Bälle". "Es ist ein Trainingseffekt eingetreten. Entscheidend ist immer die Ausführung des Standards und nicht, wie sich die Spieler in der Mitte verhalten", sagte der 53-Jährige.

Der erste Sieg im elften Auftritt hat der Stimmungslage der Truppe gut getan, doch warnt Vollmann davor, dass davon auszugehen ist, dass es von alleine so weitergeht: "Wir haben eine Partie gewonnen. Das war sicherlich sehr wichtig für uns. Doch fangen wir wieder bei null an. Wir dürfen nicht blauäugig sein und glauben, dass wir nun jedes Spiel gewinnen werden. Wir treffen auf einen Gegner, der anderthalb Jahre zu Hause nicht mehr verloren hat. Aber auch das ist kein Naturgesetz und bedeutet nicht, dass wir dort keine Chance haben. Irgendwann reißt jede Serie."

Fortuna Düsseldorf, Rostocks Kontrahent am Freitag, hat saisonübergreifend von den letzten 19 Heimauftritten sage und schreibe 18 (!) gewonnen, trennte sich lediglich einmal Unentschieden (0:0 gegen Paderborn am 26. Spieltag der Vorsaison). Der letzte Auswärtssieger in der Esprit-Arena war der VfL Bochum (1:0) während der 6. Runde 2010/11.

Wie eine Serie beendet wird, bewies der FC Hansa allerdings mit dem Dreier gegen 1860, dem ersten Zweitliga-Dreier nach zuvor zwölf sieglosen Partien in Folge oder nach dem damals überraschen 1:0 beim 1. FC Kaiserslautern am 32. Spieltag 2009/10 (zwischendurch war Hansa drittklassig).

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Training ohne Acht: Übersichtlich ging es Montag auf dem Trainingsplatz zu. Stephan Gusche, Dexter Langen, Pelle Jensen und Lucas Albrecht (alle am Sonntag bei der U 23 im Einsatz) absolvierten ein Regenerationsprogramm in den Katakomben des Rostocker Stadions. Dominic Peitz (eingeklemmter Nerv in der Schulter), Sebastian Pelzer (Bluterguss im rechten Oberschenkel) sowie Tobias Jänicke (Rückenbeschwerden) wurden behandelt. Zudem fehlte am Vormittag Kevin Pannewitz, der am Sonntag 20 Jahre alt wurde, weil er sich eine freie Trainingseinheit in der vergangenen Woche bei einer Torabschlussübung verdient hatte. Am Nachmittag war er wieder dabei.

Eine Einheit: Dienstag geht es einmal um 14 Uhr auf den Übungsplatz.

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