FC Hansa Rostock : Zu Hause mit Ladehemmung

Wieder volle Hütte, wieder kein Sieg: Die Hansa-Profis schaffen es trotz der Unterstützung von 18 000 Anhängern nicht, im Ostseestadion gegen Cottbus zu gewinnen.
Wieder volle Hütte, wieder kein Sieg: Die Hansa-Profis schaffen es trotz der Unterstützung von 18 000 Anhängern nicht, im Ostseestadion gegen Cottbus zu gewinnen.

Kann Hansa daheim nicht siegen? Erst eines von vier Heimspielen hat der Fußball-Drittligist bisher gewonnen

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14. September 2015, 08:00 Uhr

So richtig klappt das mit dem Siegen im Ostseestadion für den FC Hansa Rostock noch nicht. Erst eines von vier Heimspielen haben die Hanseaten in der laufenden Fußball-Drittliga-Saison für sich entscheiden können – gegen Fortuna Köln. Und das, obwohl bei dieser Partie die bisher geringste Zuschauerzahl zu Hause erreicht wurde: lediglich 11 300 Anhänger haben den 4:2-Sieg auf den Rängen miterlebt. Bei den anderen Heimspielen waren konstant 15 000 Zuschauer und mehr dabei.

Besonders was die Spritzigkeit und das Spiel nach vorne anging, enttäuschten die Hansa-Kicker am Freitag beim 1:1 gegen Cottbus ihre 18   000 Anhänger. „Es ist schon sehr enttäuschend, dass wir zu Hause wieder nicht gewinnen konnten. Allerdings ist es diesmal nicht unbedingt das Ergebnis, sondern unsere Leistung in der ersten Halbzeit, die schwerer wiegt“, fasste der Kapitän der Kogge, Tobias Jänicke, die Stimmung der Profis nach dem Abpfiff zusammen.

Dabei hatte Mittelfeldakteur Marco Kofler vor dem Spiel noch ein wahres Fußballfest für die angereisten Fans angekündigt: „Wir wollen ihnen nun endlich mal wieder etwas zurückgeben für ihre Unterstützung. Leider konnten wir bislang nicht gewinnen, wenn mehr als
15 000 Fans da waren.“

Dieser Zustand nagt an den Hansa-Kickern, das weiß auch Trainer Karsten Baumann. „Wir hatten jetzt immer ein volles Haus, aber nur einen Dreier. Das wurmt uns natürlich, und wir wollen alles daran setzen, um diese Partie zu gewinnen. Es liegt nur an uns. Wir müssen entsprechend aggressiv auftreten“, so der Fußball-Lehrer vor dem Ost-Knaller.

Ladehemmungen beim Traditionsverein im eigenen Wohnzimmer? Klar ist, dass „man vor 18 000 Anhängern zu Hause nicht eine solche erste Halbzeit spielen darf, dafür war das einfach zu wenig. Wir müssen in Zukunft einfach mit ein bisschen mehr Mut und Entschlossenheit agieren, dann gewinnen wir auch“, sagte Abwehrmann Maximilian Ahlschwede.

Dies wird auch nötig sein, denn die nächsten beiden Gäste im Ostseestadion haben es ebenso in sich: Am 23. September kommt der Aufsteiger 1. FC Magdeburg, und am 3. Oktober ist die SG Dynamo Dresden zu Gast – auch diese Duelle versprechen eine rege Zuschauerbeteiligung…

Aber zuvor wartet noch eine andere wichtige Aufgabe auf die Hansa-Kicker: Am Mittwoch ab 17.30 Uhr geht es bei Blau-Weiß Polz um den Einzug in die dritte Runde des Landespokals. Ungeachtet dessen haben die Profis heute frei und werden erst morgen wieder zum Training gebeten.

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