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FC Hansa Rostock : Zu Hause geht gar nichts

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hansa unterliegt vor eigenem Publikum Münster mit 2:4 und wartet weiter auf den ersten Heimsieg des Jahres

Der FC Hansa „pflegt“ seinen Heimkomplex. Am Sonnabend unterlagen die Rostocker dem SC Preußen Münster mit 2:4 (1:1) und warten in der DKB-Arena seit acht Partien auf einen Sieg. Daran änderte auch die neue Marschroute von Robert Roelofsen nichts. Der Interims-Trainer hat in den zwei Partien unter seiner Regie noch keinen Punkt geholt und acht (!) Gegentreffer kassiert – die Bilanz eines Absteigers.

Dabei schien die Taktik des Niederländers zu Beginn aufzugehen. Hansa, im 4-4-2-agierend, verzichtete auf Pressing, griff den Gegner erst in der eigenen Hälfte an und startete schnelle Gegenstöße. So auch in der fünften Minute, als Noël Alexandre Mendy rechts durchmarschierte und auf Halil Savran passte, der frech mit der Hacke Preußen-Keeper Masuch prüfte. Auch der Konter, den Julian Jakobs nicht abschloss, sah gefällig aus (10.).

Das war es aber auch mit Hansas offensiven Glanzpunkten. Münster war am Drücker, bediente sich einfacher Mittel. Mit langen Bällen wurde Benyamina gesucht, den die Abwehr nie in den Griff bekam. Auch nicht in der 21. Minute, als der Angreifer Haas und Pekovic davonlief und auf Siegert passte. Der düpierte Shervin Radjabali-Fardi und legte auf Benyamina zurück, welcher zum 1:0 einschoss.

Die Gastgeber schienen beeindruckt, brachten wenig zustande. Ausnahme blieb die Chance für Mendy, der kläglich an Masuch scheiterte. Münster war dem 2:0 näher, landete ein Freistoß von Grote am Pfosten (31.). Umso überraschender fiel das 1:1. Nach Ecke köpfte Savran ein (38.) – schmeichelhaft.

Mit Wiederbeginn schien Hansa aufgewacht. Beim Bilderbuch-Konter über Blacha und Jakobs kam Savran nicht ganz an den Ball (46.). Auch die Abwehr agierte aggressiver – und erhielt trotzdem die kalte Dusche. Nach einer Ecke köpfte Scherder unbewacht von Max Christiansen zum 2:1 ein (51.). Nur neun Minuten später Duplizität der Ereignisse: Ecke Grote, Kopfball Benyamina – 1:3 (60.). Diesmal sprang Pelzer nicht energisch genug hoch.

Immerhin sorgte Jakobs mit einem abgefälschten Schuss zum 2:3 für Hoffnung (64.). Danach agierte Hansa wie schon gegen Halle wie ein angeschlagener Boxer: offensiv gefährlich, defensiv gefährdet. Und tatsächlich, nach Ecke von Jakobs köpfte Radjabali-Fardi am langen Pfosten stehend Grote an. Beim fälligen Handelfmeter scheiterte Savran an Masuch (84.). Vier Minuten später nutzte der Ex-Rostocker Schöneberg einen Patzer von Jörg Hahnel zum 4:2 aus.

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