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FC Hansa Rostock : "Ziege" nicht eigensinnig genug?!

vom

Nach dem 4:1-Sieg in Burghausen steht fest: Rostock ist für den Aufstiegsendspurt gerüstet. Das Team von Trainer Vollmann spielt jetzt gegen Verfolger Offenbach, danach bei Spitzenreiter Braunschweig.

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2011 | 07:44 Uhr

Rostock | Das 4:1 des Drittligisten FC Hansa in Burghausen war der höchste Auswärtssieg der Rostocker, seitdem sie am Nikolaustag 2003 in der 1. Bundesliga mit dem gleichen Ergebnis bei 1860 München triumphierten. Nur das 3:0 in Koblenz fast auf den Tag genau drei Jahre später in der 2. Liga erreichte Gleichwertigkeit.

Dem "Burghauser Anzeiger" hatte schon vorher Böses geschwant. "Heute gegen Rostock ist Wacker so oder so krasser Außenseiter. Der Tabellenzweite hat schon zum jetzigen Zeitpunkt einen zweistelligen Punktevorsprung auf den Relegationsplatz und sollte die direkte Rückkehr ins Fußball-Unterhaus problemlos packen", schrieb die Zeitung in ihrer Sonnabend-Ausgabe.

Nach der Partie befand das Blatt, erleichtert nach vorherigen Sicherheitsbedenken: "Für einen Burghauser Sieg hat es nicht gereicht. Doch ein Sieg der Vernunft und des Stadionfriedens ist es in jedem Fall geworden." Das war auch ein Verdienst der ca. 1000 Gäste-Fans, die ihre Mannschaft vorbildlich unterstützten und nach dem Abpfiff gemeinsam mit ihren Lieblingen ausgelassen singen und tanzen durften.

"Das 1:1 war der psychische Knacks für Burghausen"

"Wir haben sofort begonnen, Druck zu machen. Ärgerlich, dass eine dumme Aktion von uns gleich zum Gegentor führte. Wir konnten dann zunächst unsere Chancen nicht nutzen, aber das 1:1 so kurz vor der Pause war der psychische Knacks für Burghausen. Nachdem die erste Halbzeit noch etwas ausgeglichen verlief und wir uns schwer taten, beherrschten wir die zweite komplett souverän und gewannen auch in der Höhe verdient", fasste Björn Ziegenbein zusammen.

Hansas bislang bester Saison-Torschütze (zwölf Treffer) hat zwar seit fünf Partien nicht mehr eingenetzt, dafür aber in den zurückliegenden beiden Spielen vier von sieben Toren vorbereitet. Um ein Haar hätte er in Burghausen sogar noch ein weiteres für Tobias Jänicke aufgelegt - da wäre es allerdings sinnvoller gewesen, selbst den Abschluss zu suchen (77.). Das sah "Ziege" im Nachhinein genauso: "In dem Moment muss ich eigensinnig sein, die kurze Ecke war ja komplett offen. Das hätte das 5:1 sein müssen." Davon abgesehen aber hat ihm ganz sicher niemand einen Vorwurf gemacht: Uneigennützigkeit ist nun mal ein Grundpfeiler erfolgreichen Mannschaftssports.

Das weiß auch Mohammed Lartey. Der in Burghausen doppelt erfolgreiche und als Vorlagengeber ebenfalls regelmäßig Scorerpunkte sammelnde 24-Jährige fasste das 4:1 in Oberbayern so zusammen: "In der zweiten Halbzeit dominierten wir klar das Spiel. Es hätte auch 7:1 ausgehen können, denn wir hatten Chancen wie noch nie in dieser Saison."

Nun gilt die Konzentration dem in Sachen Aufstieg in die 2. Bundesliga womöglich bereits vorentscheidenden Vergleich mit Kickers Offenbach.

Lartey zu der erhofften Revanche für das unglückliche 2:3 im ersten Aufeinandertreffen: "Wie immer wollen wir auch diese Partie gewinnen. Sollte uns das gelingen, haben wir sehr gute Aussichten."

Vielleicht gibt es ja am Sonnabend (14 Uhr DKB-Arena) auch einen neuen Saison-Heimspiel-Zuschauerrekord. Der liegt - noch - bei 14 100, die am 22. Januar das 3:0 gegen Rot-Weiß Erfurt live miterlebten.

HANSA INTERN

Training in dieser Woche: heute 10.30 und 14.30, morgen 14.00, Donnerstag 14.00 und Freitag ebenfalls 14.00 Uhr.
Braunschweig-Karten ausverkauft: Es dauerte vorigen Donnerstag nur knapp drei Stunden, dann waren sämtliche Eintrittskarten für das Spiel bei Eintracht Braunschweig am 20. März weg. Das Ticket-Kontingent, das für den Onlineverkauf zur Verfügung stand, war ebenfalls bereits nach wenigen Minuten erschöpft. Die Onlinebestellungen sind jetzt nach der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet worden. Aufgrund der großen Anzahl der E-Mails (über 1300) erhalten nur die Besteller eine Antwort, die mit Karten bedient werden.


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