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Trotz Höhenflug : Wort Aufstieg bei Hansa Rostock tabu

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trainer Bergmann betont nach wie vor: „Wir wollen ein Fundament setzen“ / Finanziell geht der Kampf um die Entschuldung des Clubs weiter.

Träumen ist erlaubt, abheben verboten: Bei Hansa Rostock ist trotz des sportlichen Höhenfluges auf Platz vier der 3. Fußball-Liga fast allen Beteiligten und Beobachtern der Sinn für die Realitäten nicht abhanden gekommen. Auch den so euphorischen Fans nicht. „Sie erwarten keine Überdinge von uns. Das Gefühl habe ich nach den Gesprächen, die ich geführt habe“, versicherte Hansa-Trainer Andreas Bergmann vor dem Start in das neue Fußballjahr heute ab 19 Uhr mit dem Gastspiel beim VfB Stuttgart II.

Bergmann bleibt realistisch, obwohl 22 Punkte aus den vergangenen acht Spielen ohne Niederlage auch eine andere Deutung zulassen würden. „Es bleibt dabei, wir wollen hier ein Fundament setzen“, bekräftigte der erfahrene Fußball-Lehrer. Er hat seit dem Sommer 2013 aus einem völlig neu zusammengestellten Kader mit vielen jungen Talenten eine zukunftsträchtige Einheit geformt.

Dass der Neuaufbau nicht ohne Rückschläge gehen würde, hat Bergmann immer wieder wiederholt. Im Herbst stand der 54 Jahre alte Niedersachse angeblich schon vor dem Aus, ehe ihn die Erfolgsserie stärkte. Und die soll längst noch nicht zu Ende sein. „Da ist noch Luft nach oben. Aber die Jungs machen das schon ganz gut“, befand der Hansa-Coach nach der Vorbereitung, die mit einem 2:0 über den chinesischen Erstligisten Shanghai Shenhua im Trainingslager in Spanien ihren abschließenden Höhepunkt hatte.

Der erfreuliche sportliche Aufschwung wird aber auch 2014 von millionenschweren finanziellen Problemen begleitet sein. Sollte der sportliche Höhenflug weiter anhalten und womöglich damit enden, wovon keiner sprechen will, wäre das auch für Hansas chronisch klamme Kasse ein Segen. Ein Aufstieg würde Millionen TV-Gelder einspielen und die Sorgen wenigstens etwas lindern. 

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erstellt am 23.Jan.2014 | 21:12 Uhr

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