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Hansa Rostock : „Wir sollten nach hinten schauen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz - Durchschlagskraft nach vorn fehlt

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 07:45 Uhr

Tabellenplatz 15 und nur ganze zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsrang stehend: Mittelfeld-Abräumer José-Alex Ikeng ist sich durchaus der trügerischen Situation bewusst, in der der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock aktuell steckt. „Wir sollten nach hinten schauen. Es sind nur zwei Punkte bis zu einem Abstiegsplatz. Was alleine die Tabellenkonstellation angeht, müssen wir schon aufpassen, dass wir nicht in einen Strudel, eine Negativspirale, geraten. Denn dann kann es auch mal ganz schnell ganz nach hinten gehen“, schickt der 27-Jährige eine Warnung an die Mannschaft.

Allerdings stimmen ihn die Leistungen in den (meisten) Spielen zuversichtlich: „Wenn man sich die Partien anschaut, wie sie verlaufen sind und wie wir teilweise gegen Mannschaften aufgetreten sind, die weiter oben stehen, dann stimmt mich das eher positiv. Vielleicht fehlt uns nur ein Erfolgserlebnis. Dann platzt vielleicht der Knoten und wir kommen in einen Lauf.“

Ikeng hat allerdings die aktuell große Schwachstelle der Hansestädter ausgemacht. „Mir persönlich fehlt so ein bisschen die Durchschlagskraft und das schnelle Spiel nach vorne“, erklärt der Kicker.

Die Abwehrleistung mit 13 Gegentreffern in 13 Spielen passt, nur im Angriff weht derzeit ein eher laues Lüftchen. „Wir müssen schauen, dass wir aus der geordneten Defensive, die wir uns hart erarbeitet haben, jetzt endlich mehr Durchschlagskraft entwickeln und auch mal die dreckigen Siege holen. Ein 1:0 reicht.“

Die grundsätzliche Einstellung, das Kämpferische, das Läuferische, der Wille seien dem Team nicht abzusprechen, was laut José-Alex Ikeng jedoch fehlt, ist der letzte und entscheidende Biss in Richtung gegnerischen Kasten. Und liegt dabei mit Chefcoach Karsten Baumann auf einer Wellenlänge. „Der Trainer meint, dass wir vor dem Tor oder wenn wir im Strafraum sind, dass dann der eine oder andere vielleicht den letzten Willen, das Tor unbedingt machen zu wollen, vermissen lässt. Dann fehlt auch die letzte Konzentration und damit letztlich auch das nötige Glück, das man braucht, um ein Tor zu schießen“, so Ikeng.

Doch auch Übermotivation kann schaden: „Das gehört zur Konsequenz dazu. Zu viel zu wollen, ist irgendwo auch inkonsequent. Man sollte sich einfach auf den Moment konzentrieren sowie das machen, was vor einem liegt und nicht über den nächsten Schritt nachdenken.“

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