FC Hansa Rostock : „Wir müssen uns zerreißen“

Erklärungsnot: „Wir haben gerade eine Situation, in der wir so lange verteidigen müssen, bis wir alle wieder im Bus sitzen“, sagt Hansa-Trainer Christian Brand in Bezug auf die einfachen Gegentore, die die Rostocker in den zurückliegenden Wochen kassierten.
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Erklärungsnot: „Wir haben gerade eine Situation, in der wir so lange verteidigen müssen, bis wir alle wieder im Bus sitzen“, sagt Hansa-Trainer Christian Brand in Bezug auf die einfachen Gegentore, die die Rostocker in den zurückliegenden Wochen kassierten.

Nach der jüngsten Niederlage wollen Spieler und Trainer des FC Hansa Rostock gegen Duisburg mehr Kampf zeigen

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04. April 2017, 08:00 Uhr

Aufbäumen beim Fußball-Drittligisten FC Hansa? Trainer und Kicker wollen im morgigen Spiel gegen den Tabellenführer MSV Duisburg (Anpfiff 19 Uhr Ostseestadion) Wiedergutmachung für die jüngste 1:2-Niederlage in Osnabrück leisten. Nachdem der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf vier Zähler geschrumpft ist, hat Coach Christian Brand klargestellt, dass sich die Kogge im Sturm befinde.

„Es muss klar sein, für welchen Verein man hier arbeitet. Das muss einem jeden Tag bewusst sein“, verdeutlicht der Trainer und fügt an: „Hansa Rostock hat eine große Bedeutung für die Menschen in der Region, für die Fans. Man sieht das an der emotionalen Stimmung nach dem Spiel. Wir alle – Spieler, Trainerteam – sind Teil dieses Vereins, und der ist größer als jeder Mitarbeiter. Wenn man sich das vergegenwärtigt, kann das noch mal ein paar Prozente herausholen.“

Dies fordert auch der Offensivmann und ehemalige Bundesliga-Spieler Timo Gebhart – von sich selbst wie von seinen Mitspielern. „Gegen Duisburg muss Krieg sein. Wir müssen verinnerlichen, was Hansa bedeutet. Und das muss man von der ersten Minute an sehen bis zur letzten, wir müssen uns zerreißen – für die Fans und für den Verein. Von mir muss auch mehr kommen, aber insgesamt muss einfach gut gespielt werden.“Der 27-Jährige haderte nach der Partie in Osnabrück mit seiner Leistung. Körperlich wird diese englische Woche für keinen der Profis einfach, dessen ist sich auch Gebhart bewusst. „Das wird eine Kopfsache sein. Wir müssen uns mental so hinbringen, dass wir einfach laufen bis zum Kotzen.“

Gegen den Spitzenreiter sollen sich die Hanseaten „noch ein bisschen breiter machen, die Ärmel aufkrempeln, auch wenn es mal schwierig ist, und sich nicht dem Schicksal ergeben“, fordert Coach Brand. Schließlich gehe es nicht um Punkte in der Kreisliga, sondern um den Traditionsverein. Seine eigene Person möchte der 44-Jährige nicht in den Vordergrund stellen. „Mir ist nur wichtig, dass wir mit Hansa Punkte holen und unsere Ziele erreichen.“ Eines davon sind 45 Zähler für den Klassenverbleib – neun Punkte fehlen noch…

Chance für Jänicke

Für einen Einsatz morgen Abend  gegen den MSV Duisburg (Anpfiff 19 Uhr Ostseestadion) kann sich wieder Tobias Jänicke mit seinen  Trainingsleistungen empfehlen. Ab jetzt „ist es  eine sportliche Entscheidung, ob ,Tobi‘ dabei ist“, erklärt Trainer Christian Brand. Es habe Gespräche zwischen dem 28-Jährigen, dem Coach und dem Verein gegeben, in denen die Probleme aufgearbeitet wurden, gab der Club bekannt.

Grupe pausiert

Trotz seiner abgesessenen Gelb-Sperre wird Hansas Defensivmann Tommy Grupe für die kommende Drittliga-Partie nicht bereit sein – aufgrund von muskulären Problemen muss der 25-Jährige vorerst pausieren.

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