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FC Hansa Rostock : „Wir müssen die Nerven behalten“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa-Trainer Karsten Baumann erwartet heute Abend enges Landespokalfinale. Auch Tommy Grupe hat noch eine Rechnung offen

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Es war einer der bittersten Momente in der jüngeren Vereinsgeschichte des FC Hansa. Der Fußball-Drittligist unterlag 2013 im Landespokalfinale dem Regionalligisten TSG Neustrelitz mit 0:3 (0:1) und verpasste damit erstmals die Teilnahme an der Hauptrunde des DFB-Pokals.

Einer der wenigen Hansa-Spieler, der die „Schmach von Neustrelitz“ erlebte und heute ab 19 Uhr (Volksstadion Greifswald) erneut gegen die TSG – diesmal um den Lübzer Pils Cup – kämpft, ist Tommy Grupe. Verständlich, dass der Defensiv-Akteur, der für den verletzten Steven Ruprecht in die Innenverteidigung rücken wird, sich nicht gerne an die Pleite erinnert. „Das Spiel ist für mich abgehakt. Damals hatten wir eine andere Mannschaft. In diesem Jahr treten wir als Team ganz anders auf und wollen den Pokal holen“, sagt der 23-Jährige.

Tatsächlich hat der FC Hansa 2015 nicht mehr viel mit der Truppe vor zwei Jahren gemein. Mit Johannes Brinkies, Manfred Starke und eben Grupe stehen nur drei Akteure von einst noch in Diensten der Kogge. Zudem lieferte die 2013er-Elf von Marc Fascher nach einer verkorksten Saison (12. Platz/44 Punkte) im Finale einen blutleeren Auftritt ab, der seinerzeit Vorstands-Chef Michael Dahlmann („Eine unwürdige und charakterlose Vorstellung.“) und einige Hansa-Fans, die den Platz stürmten und Spieler angingen, auf die Palme brachte.

Diese Szenen sollen sich heute Abend nicht wiederholen. „Wir müssen von der ersten Minute an konzentriert agieren und die Neustrelitzer zu Fehlern zwingen. Außerdem sollten wir unsere Chancen nutzen“, fordert Grupe, der mit Ben Zolinski und Sargis Adamyan auf zwei ehemalige Mitstreiter trifft. „Ich habe mit Ben im Hansa-Nachwuchs zusammengespielt. Wir sind 2010 Deutscher
A-Jugend-Meister geworden“, erinnert sich Grupe.

Diese Freundschaften sollen heute für 90 Minuten ruhen. So sieht es auch Hansa-Trainer Karsten Baumann, der ein enges Finale erwartet. „Pokalspiele sind mit Höhen und Tiefen verbunden. Da geht es 50:50 zu“, so der 45-Jährige, der als Trainer mit dem MSV Duisburg (2014) den Niederrheinpokal gewann und 2009/10 mit dem VfL Osnabrück bis ins Viertelfinale des DFB-Pokals (mit Siegen gegen Hansa, HSV, BVB) einzog. Daher hat er ein einfaches Rezept parat: „Wir müssen die Nerven behalten und wenige Fehler machen. Ich erwarte, dass die TSG Vollgas gibt und ihr Herz in beide Hände nimmt. Wir sind gewarnt!“

Mögliche Start-Elf: Schuhen – Ahlschwede, Hüsing, Grupe, Sumusalo – Schwertfeger, Weidlich – Bickel, Sburlea – Savran, Ziemer

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