FC Hansa Rostock : „Wir haben super Fußball gespielt“

Riesenchance für Stephan Andrist beim 0:0 in Wiesbaden, doch er scheitert, bedrängt von Verteidiger Funk, an Torhüter Kolke (28.): „Da hätte ich das 1:0 machen müssen.“
Riesenchance für Stephan Andrist beim 0:0 in Wiesbaden, doch er scheitert, bedrängt von Verteidiger Funk, an Torhüter Kolke (28.): „Da hätte ich das 1:0 machen müssen.“

… sagt Stephan Andrist zum Unentschieden bei Wehen Wiesbaden / 1:1, 0:0, 1:1, 0:0, 1:1, 0:0 – Hansa baut kuriose Serie aus

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29. September 2015, 08:00 Uhr

1:1, 0:0, 1:1, 0:0, 1:1 und jetzt beim SV Wehen Wiesbaden abermals 0:0 – insgesamt sechsmal in Folge nicht verloren, andererseits von 18 möglichen Punkten lediglich sechs geholt: Ist für Fußball-Drittligist FC Hansa das Glas nun halb voll oder halb leer? Das liegt nach wie vor im Auge des Betrachters.

Keine konträren Diskussionen kommen auf hinsichtlich der Tatsache, dass Trainer Karsten Baumann mit Erfolg am Grundproblem der vergangenen Saison arbeitet. Seinerzeit mussten die Ostseestädter in den 38 Begegnungen 68 Gegentore hinnehmen – schlechter war keiner. Stand derzeit: elf Partien absolviert, viermal hinten zu null (soviel wie im gesamten vergangenen Spieljahr), erst neun Treffer kassiert, der viertbeste Wert.

Allerdings fehlt ein Knipser wie der verletzte Marcel Ziemer. Es wird allmählich Zeit, dass der Torinstinkt in die Mannschaft zurückkehrt. Findet auch Stephan Andrist: „Jetzt muss mal wieder einer reingehen. Am wichtigsten ist aber, dass wir zu Chancen kommen.“

Hansas zweiter Schweizer nach Oumar Kondé (2005 zwei Einsätze in der 2. Bundesliga) allein besaß am Sonnabend in der Brita-Arena, die selbst die Einheimischen eher als „aneinandergereihte Bauelemente“ bezeichnen denn als Stadion, genug davon für zwei oder drei Tore. Vor allem dass sein Kopfball aus Nahdistanz in der 28. Minute nicht im Kasten landete, war zum Mäusemelken. „Da hätte ich das 1:0 machen müssen, und dann zeigt der Torwart aus zwei Metern so eine Parade. Normalerweise ist der drin. Was will man machen“, zuckt der 27-Jährige mit den Schultern.

„Wir haben super Fußball gespielt“, fasst Andrist die 90 Minuten in Wiesbaden zusammen. „Wenn man sich die erste Halbzeit anschaut, sind es zwei verlorene Punkte. Weil wir es auch mit einem Mann weniger sehr gut machten, Wehen Wiesbaden keine großen Chancen hatte, ist man schon etwas enttäuscht. Aber wir haben wieder nicht verloren (wie bereits in den fünf vorhergehenden Auswärtsspielen 2015/16 – d. Red.) und kein Gegentor zugelassen.“ Derart viele Unentschieden hintereinander, das sei ihm allerdings auch noch nie passiert.

Nun steht ein besonderer Höhepunkt bevor, das kam dem Eidgenossen bereits zu Ohren: „Soviel ich weiß, kommt jetzt (am Sonnabend um 14 Uhr im Ostseestadion gegen Dynamo Dresden –
d. Red.) für uns das Spiel der Spiele. Es ist wichtig, dass wir regenerieren, damit wir Samstag alles geben können – und wieder die Null steht!“

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