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Hansa gegen Aalen : Willi Evseev erlöst den FC Hansa

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Drittligist gewinnt mit 1:0 gegen Aalen

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Der Heimkomplex ist endlich Geschichte. Erstmals seit Anfang April – 1:0 gegen den heutigen Zweitligisten MSV Duisburg – hat Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock wieder ein Spiel im Ostseestadion gewonnen. Die Hansestädter bezwangen am Sonnabend vor 8900 Zuschauern den VfR Aalen mit 1:0. Schütze des goldenen Tores war Willi Evseev, der per Kopf nach einer Ecke von Kapitän Amaury Bischoff traf (53.).

„Es war schön, dass wir gewonnen haben und mit den Fans feiern konnten. Dieses Gefühl hatten wir bislang in dieser Saison noch nicht in einem Heimspiel. Ich hoffe, dass jetzt der Knoten geplatzt ist und wir nicht mehr so verkrampft in die Spiele zu Hause gehen. So ein Sieg kann auch Kräfte freisetzen. Wir haben nie aufgegeben und uns unsere Chancen erspielt“, sagte der Sieg-Torschütze.

Die Rostocker waren im Grunde über 90 Minuten das optisch überlegene Team und hatten auch ein klares Chancenplus. Doch wie schon in den bisherigen Heimpartien brachten die Norddeutschen das Leder einfach nicht im gegnerischen Tor unter. Nach feinem Zuspiel von Stefan Wannenwetsch scheiterte zunächst Soufian Benyamina am Keeper der Aalener (17.). Die größte Chance ließ dann der spätere Torschütze liegen, als er einen Schuss von Wannenwetsch im Fünfmeterraum stoppte und den Ball nicht im Tor unterbrachte, ihn statt dessen an die Latte lupfte. „Ich wollte den Ball erst mit der Hacke abfälschen, habe dann aber gesehen, dass ich ihn zu sehr berührt habe. Ich schieße einmal und der Torwart hält. Dann bekomme ich ihn noch einmal und der Ball geht an die Latte. Er kommt dann noch mal zu mir, aber da haben meine Beine schon gebrannt und ich habe die falsche Entscheidung getroffen, wollte wieder lupfen, aber der Ball geht daneben“, sagte Willi Evseev.

Anschließend war den Ostseestädtern eine gewisse Verunsicherung anzumerken. Einige leichtfertige Ballverluste und technische Fehler führten dazu, dass Aalen etwas besser in die Partie kam, ohne sich jedoch Chancen zu erspielen.

Nach der Pause agierte der FCH wieder stabiler und belohnte sich endlich für seine Mühen. Evseev köpfte eine Ecke von Amaury Bischoff zum 1:0 ein (53.). Die Variante schien abgesprochen, doch der Schütze merkte an: „Wir haben viele Varianten gemacht, die wir trainiert haben. Doch sie funktionierten nicht. Als wir den Ball einfach nur reinbringen, wird es ein Tor. Es war schon ein bisschen zufällig, aber auch eine super Ecke von Amaury Bischoff.“

In der Folgezeit verpassten es die Rostocker, einen weiteren Treffer nachzulegen, und mussten in einer wilden Schlussphase um den Dreier zittern. Aalen warf alles nach vorne, ohne aber torgefährlich zu werden. Auf der Gegenseite spielten die Gastgeber ihre Konter ungenügend aus. Benyamina (81., 89.) oder auch Mike Owusu (84.) hatten das 2:0 auf dem Fuß. „Es war gut, dass wir nicht nachgelassen und das Tor erzwungen haben. Harte Arbeit und guter Fußball werden irgendwann belohnt“, so Evseev.

Trainerurteil

Pavel Dotchev (Rostock): Es trafen zwei Mannschaften aufeinander, denen Selbstvertrauen fehlte. Das war auf dem Platz deutlich zu merken. Wir haben die Partie zwar dominiert, aber nur wenig klare Torchancen erarbeitet. Das war zu wenig. Wichtig war jedoch, dass wir ruhig geblieben sind und an uns geglaubt haben. Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen, war sehr motiviert. Ich freue mich, dass sich das Team endlich mit einem Heimsieg belohnen konnte. Am Ende müssen wir es klarer gestalten.

Peter Vollmann (Aalen): Man ärgert sich natürlich immer, wenn man nur 0:1 verliert, weil vielleicht durch eine Standardsituation immer mal wieder ein Ausgleich fallen kann. Aber unter dem Strich geht der Sieg für Rostock in Ordnung. Die erste Hälfte ging klar an Hansa, da waren wir nicht gleichwertig. Nach der Pause hatte sich das Spiel so ein bisschen vermischt. Und ich glaube, auch wenn wir keine gefährlichen Torchancen hatten, dass wir vielleicht, wenn das Tor nicht gefallen wäre, etwas hätten mitnehmen können. Jeder hat den Schlüssel zum Erfolg gesucht, Hansa hat das ein bisschen intensiver gemacht.

 

 

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