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Bilanz Hansa Rostock : Wieder unten mit drin

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der FC Hansa kann einfach keine ruhige Saison absolvieren. Zwischenzeitlich 13 Partien ohne Sieg

svz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 18:48 Uhr

Eine ruhige Saison im Mittelfeld der Tabelle wollte der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock eigentlich absolvieren. Doch gemessen am bisherigen Saisonverlauf bis zur Winterpause war erneut das Gegenteil der Fall.

Der Start in die Serie 2015/16 verlief eigentlich noch verheißungsvoll. Dem verpatzten Auftakt gegen Werder Bremen II (1:2) folgten ein Remis in Chemnitz (1:1) sowie zwei Siege gegen Fortuna Köln (4:2) und in Osnabrück (1:0). Hansa war Vierter und in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Zwei Siege in Serie gab es seitdem jedoch nicht mehr, mehr als ein Tor in einem Spiel nur noch bei der 2:3-Pleite in Erfurt (17. Runde).

Statt dessen war eine beispiellose Negativserie mit 13 Spielen in Folge ohne Sieg zu verzeichnen. Konnten sich die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Uwe Klein und Trainer Karsten Baumann – beide wurden am 5. Dezember nach dem 0:2 in Halle beurlaubt – anfangs noch hinter einer sechs Partien andauernden Remis-Serie verstecken, so verhinderte dies dennoch nicht den Absturz bis auf den vorletzten Platz. Schlechter war Hansa in seiner nun fast 50-jährigen Vereinsgeschichte – am 28. Dezember feiert der Traditionsclub Geburtstag – noch nie platziert.


Schwache Bilanz gegen Kellerkinder


Kurios: Vor allem gegen die Konkurrenz aus dem Tabellenkeller punkten die Ostseestädter nur sehr mäßig. „Wir hatten dieses Thema auch letztens im Mannschaftsbus. Erklären konnten wir uns das aber auch nicht. Normalerweise muss man in den direkten Duell punkten“, sagt Innenverteidiger Marcus Hoffmann.

Doch der FC Hansa holte in sieben Spielen gegen Teams, die um ihn herum platziert sind, nur drei von möglichen 21 Punkten. Remis gab es gegen Cottbus (1:1) sowie in Kiel (0:0) und bei Bremen II (1:1). Verloren wurden dagegen die Partien gegen Werder II (1:2), in Erfurt (2:3), beim VfB Stuttgart II (1:3) sowie gegen die Stuttgarter Kickers (0:1).

Zudem ging die notwendige Stabilisierung der Abwehr – 2014/15 kassierte der FCH 68 Gegentreffer – ganz klar zu Lasten der Offensive. Nur 19 geschossene Tore in 21 Partien sind der drittschwächste Wert der Liga. Siebenmal hielt Keeper Marcel Schuhen, der zu den besten Torleuten der Liga gehört, die Null. Vorne stand sie dagegen ungewollt ebenfalls – sechsmal. Am häufigsten spielte Hansa 1:1 (6) gefolgt vom 0:0 (4). Zehn Unentschieden sind aber nicht Liga-Spitze. Wehen Wiesbaden, Würzburg und Aalen mit Ex-Coach Peter Vollmann teilten elfmal die Punkte – im Übrigen auch in den Duellen mit Hansa.


Bickel-Abgang schmerzt sehr


Die mangelnde Torausbeute am plötzlichen Weggang von Christian Bickel (wechselte nach Saisonbeginn zum Zweitligisten Paderborn) festzumachen wäre zu einfach, sein Verlust hat aber sicher keinen unerheblichen Anteil daran, zumal der Mittelfeldmann der etatmäßige Standardschütze der Rostocker war. Des Weiteren wirkte sich die lange Verletzungspause von Sturm-Bulle Marcel Ziemer negativ aus.

Doch mit dem Trainerwechsel – Brand ersetzte Baumann – wurde mit vier Punkten in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause der Negativ-Trend durchbrochen und die Hoffnung auf eine sorgenfreie Frühjahrsrunde genährt...

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