Hansa Rostock : Wichtig war, dass hinten die Null stand

Tobias Jänicke (hier gegen die Auer Calogero Rizzuto/l. und Simon Skarlatidis) vergab die Riesenchance zum 1:0 (29.), aber „am wichtigsten war“, befand der Hansa-Kapitän, „dass wir hinten die Null hielten“.
Tobias Jänicke (hier gegen die Auer Calogero Rizzuto/l. und Simon Skarlatidis) vergab die Riesenchance zum 1:0 (29.), aber „am wichtigsten war“, befand der Hansa-Kapitän, „dass wir hinten die Null hielten“.

Der FC Hansa holt ein 0:0 beim FC Erzgebirge Aue

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06. September 2015, 21:00 Uhr

„Wir haben den Fokus erst mal auf die Defensive gelegt, aber wir brauchen natürlich auch nach vorn Rezepte. Auswärts ist es immer gut, wenn man kein Gegentor bekommt. Für drei Punkte haben wir hier zu wenig nach vorn gemacht“, fasste Karsten Baumann, Trainer des Fußball-Drittligisten FC Hansa, das 0:0 vom Sonnabend beim Zweitliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue zusammen.


Gardawski vertritt Linksverteidiger Dorda


Vor etwas über 10 000 Zuschauern im Sparkassen-Erzgebirgsstadion schenkte er Stürmer Benyamina, der ja erst vor einer Woche verpflichtet worden war, sogleich das Vertrauen von Beginn an, Perstaller nahm zunächst auf der Bank Platz.

Darüber hinaus musste der kurzfristig ausgefallene Linksverteidiger Dorda ersetzt werden. Diese Position übernahm Gardawski. Durch Dordas Fehlen und die notwendig gewordene Umformierung kehrte Gottschling in der Start-Elf zurück (rechtes Mittelfeld).

„Zwei gekreuzte Hämmer und ein großes W – das ist Wismut Aue, unsre BSG…“ Kaum waren die letzten Töne der Hymne des Gastgebervereins verklungen, da entspann sich… nun, jedenfalls nicht das erwartet heiße Ost-Traditions-Duell. Es war kein wirklich unterhaltsames Spiel in der ersten Halbzeit. Taktik und Ergebnis-Orientiertheit (erst mal hinten zu null) prägten das Handeln. So neutralisierten sich beide Teams weitgehend zwischen den Strafräumen.

Zu den wenigen „Höhepunkten“ zählte ein „Handspiel“ von Erdmann, als ihm nach einem Schuss des Auers Riese aus kurzer Entfernung der Ball gegen den Arm sprang, doch Schiedsrichter Dr. Drees stand direkt daneben und winkte sogleich ab – kein Elfmeter (15.). Die einzige echte Torchance der ersten 45 Minuten besaß Jänicke, der nach unwiderstehlichem Antritt gegen Susac und Breitkreuz auf einmal nur noch Keeper Männel vor sich hatte – und ihn anschoss (29.). Vorher war Gardawski hinten aufmerksam gewesen und hatte seinen Kapitän präzis „auf die Reise“ geschickt. Aue bis dahin nur nach Ecken (4:1, letztlich 8:3) überlegen. Das sollte sich ändern…

Die zweite Hälfte war sehr viel lebhafter und gehörte deutlich den Sachsen. Die sich jetzt fast nur noch der Abwehr widmenden Ostseestädter durften sich bei ihrem Schlussmann Schuhen bedanken, dass weder Skarlatidis (71.) noch Wegner (77., 83.) zum 1:0 trafen – wenngleich selbiges auch Lukowicz hätte erzielen können, der nach einer Stunde sowie Vorarbeit von Ikeng und Benyamina frei zum Zuge kam, aber keinen zwingenden Abschluss zustande brachte.

„Generell ist der Punkt okay, wobei Aue zwar mehr vom Spiel, wir aber die zwei größten Möglichkeiten hatten durch mich und Maik Lukowicz. Deswegen ist das ein bisschen schade“, zeigte sich Tobias Jänicke nicht vollends zufrieden, relativierte aber: „Am wichtigsten war, dass wir hinten die Null hielten. Das ist das A und O gewesen. Insofern kann man mit dem 0:0 zufrieden sein.“

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