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FC Hansa Rostock : „Wanne“ mit seiner Rolle zufrieden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der eigentliche zentrale Mittelfeldmann ist derzeit als Springer unterwegs

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 07:45 Uhr

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, als wenn Hansa-Coach Pavel Dotchev ein schlechtes Gewissen plagen würde, wenn er über Stefan Wannenwetsch und seinen Platz in der jeweiligen Start-Elf des Rostocker Fußball-Drittligisten in den ersten vier Saisonspielen spricht. „Wenn du einen Spieler hat, der auf mehrere Positionen springt, muss das nicht unbedingt gut für ihn sein. Ich weiß, dass das keine optimale Sache für ihn ist“, sagt der 51-Jährige, der „Wanne“ bislang als Rechts- und Linksaußen beziehungsweise im zentralen Mittelfeld aufgestellt hat. Selbst für die Rolle als rechter Verteidiger kam der 25-Jährige zwischenzeitlich in Frage.

Für Wannenwetsch ist das jedoch alles überhaupt kein Problem. Er bekomme keineswegs schlechte Laune, wenn der Coach ihn zur Seite nehme und wieder mal eine neue Idee habe, auf welcher Position er spielen könnte: „Das Wichtigste ist einfach, dass es in der Mannschaft funktioniert. Da muss ich mich einfach, wie jeder Spieler auch, hinten anstellen. Solange er sagt, er hat eine neue Position, wenn er mich zur Seite nimmt, ist es in Ordnung. Wenn er sagen würde, ich spiele nicht mehr, wäre es für mich schlimmer. Ich bin sehr zufrieden, nehme die Rolle gerne an, und wenn ich ein, zwei Tage vorher Bescheid weiß, kann ich mich auch darauf einstellen.“

Der Coach ist begeistert, dass er solch einen Profi im Kader hat. „Ich bin ihm sehr dankbar und weiß zu schätzen, was er für die Mannschaft leistet. Er ist unheimlich wichtig für das Team.“

Nach den ersten Liga-Partien steht am Montag der Höhepunkt der Saison auf dem Programm. In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals haben die Rostocker den Bundesligisten und Europa-League-Starter Hertha BSC Berlin zu Gast. „Dafür spielen wir Fußball. Das wird ein absolutes Highlight. Für viele ist es zudem das erste Mal vor solch einer großen Kulisse. Das wird noch einmal etwas völlig anderes sein als ein Liga-Spiel“, weiß Stefan Wannenwetsch, der verspricht: „Wir werden nichts herschenken.“

Sicherlich gehen die Gäste als klarer Favorit ins Duell, doch der Rostocker hofft auf die berühmt-berüchtigten eigenen Gesetze des Pokals: „Sie sind sicher nicht zu Unrecht Fünfter geworden. Es ist eine riesige Qualität da. Aber wie man so schön sagt, ist in einem Spiel vieles möglich. Wir versuchen alles rauszuhauen, und vielleicht schaffen wir es ja in die Verlängerung oder so.“ Und auch vor einem Elfmeterschießen ist Wannenwetsch nicht bange. „Ich hatte ja im Landespokal gegen Greifswald, als wir fast ausgeschieden sind, den dritten Elfmeter. Davor wurden zwei verschossen. Viel mehr Druck kann ich gegen Hertha auch nicht haben.“

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