FC Hansa Rostock : Wahlchaos sorgt für einige Irritationen

Mehr als 2000 Mitglieder waren zu Beginn anwesend, als gegen Mitternacht die Vertrauensfrage in Bezug auf Aufsichtsratsmitglied Ingo Brauer sowie die Nachwahl zum Aufsichtsrat wiederholt werden mussten, waren viele schon auf dem Heimweg.
Mehr als 2000 Mitglieder waren zu Beginn anwesend, als gegen Mitternacht die Vertrauensfrage in Bezug auf Aufsichtsratsmitglied Ingo Brauer sowie die Nachwahl zum Aufsichtsrat wiederholt werden mussten, waren viele schon auf dem Heimweg.

Rund zwei Drittel der anfangs anwesenden Mitglieder verpasst Aufsichtsratswahl

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02. November 2015, 21:00 Uhr

Fast zwölf Stunden dauerte die diesjährige Mitgliederversammlung des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Erst in der Nacht zum Montag kurz vor 2 Uhr schloss Versammlungsleiter Gunnar Kempf die Veranstaltung, stand der neue Aufsichtsrat des nordostdeutschen Traditionsvereins fest. Viele der 2190 Mitglieder (davon 2005 stimmberechtigt), die in die Stadthalle gekommen waren, erlebten das Ende jedoch nicht mehr mit, hatten sich bereits auf den Heimweg gemacht.

Neben viele kontroversen Diskussionen zu den Berichten von Aufsichtsrat und Vorstand zum vergangenen sowie kommenden Geschäftsjahr, sorgte auch die Führungskrise und der teilweise schmutzige Machtkampf um die Vereinsspitze für hitzige und wortgewaltige Auseinandersetzungen. So wurde der zurückgetretene Ex-Vereinsboss Michael Dahlmann vor allem von der aktiven Fanszene gefeiert, während Sybille Bachmann (Bürgerschaftsmitglied) gnadenlos ausgebuht und somit ihr quasi das Rederecht „entzogen“ wurde. „Es war die erwartet emotionale Veranstaltung. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder ein bisschen Ruhe reinbekommen und die Dinge vorantreiben können“, sagte der kommissarische Vorstandsvorsitzende Dr. Chris Müller.

Für einige Verwirrung sorgte die Wiederholung der Vertrauensfrage in Bezug auf Ingo Brauer, der zunächst für den Aufsichtsrat bestätigt wurde. Allerdings gab es bei der Auszählung der Stimmen einen Fehler, so dass die Wahl wiederholte werden musste. Von den dann nur noch rund 600 anwesenden Mitgliedern – viele hatten die Veranstaltung bereits verlassen – wurde Brauer im zweiten Durchgang abgewählt.

Dadurch wurde die erste Wahl der Nachfolgekandidaten ungültig, weil aufgrund einer Satzungsänderung – der Aufsichtsrat setzt sich künftig aus sechs Mitglieder zusammen – nun fünf anstatt vier Nachrücker benötigt wurden. Zur Verfügung standen jedoch nur noch fünf Kandidaten, deshalb wurde eine Blockwahl durchgeführt, so dass Timon Ebert, Rainer Lemmer, Martin Ohde, Edgar Schulze, Christian Stapel neben dem verbliebenen Torsten Völker den neuen Aufsichtsrat komplettieren. „Wir haben ja die 24-Uhr-Grenze und die Mitglieder abstimmen lassen, ob auch Entscheidungen nach 24 Uhr akzeptiert werden. Das ist mehrheitlich positiv votiert worden. Und dann ist es so, dass Versammlung immer eine schwankende Mitgliederzahl hat, so dass ich davon ausgehe, dass es rechtmäßig ist, auch wenn es weniger waren. Dass das alles nicht mehr schön ist, darüber gibt es wohl keine verschiedenen Meinungen“, so Müller im Anschluss.

Ältestenrates: Peter Sykora, Klaus Albrecht, Wolfgang Barthels, Gerd Kostmann, Dieter Schneider.

Schiedsrichterausschuss: Tino Hermann, Maik Horn, Andreas Presch, Andy Schmidt, Dieter Setzkorn.

Nachwuchsausschuss: Oliver Scheel, Markus Burmeister, Michael Lange. Kassenprüfer: Sven Erik Wolf

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