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FC Hansa Rostock : Vorbereitung wie auf ein Finale

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

FC Hansa morgen beim FC Rot-Weiß Erfurt / Dirk Lottner: Selbst wenn nur ein Fan mitreisen würde, wäre das eine Verpflichtung

svz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 07:40 Uhr

In der Tabelle geht nicht mehr groß was für den FC Hansa. Der Zwölfte könnte zwar noch Fünfter werden, aber vor allem auch angesichts der miserablen Tordifferenz nur rein theoretisch.

Dennoch werden bis zu 2000 Anhänger die Mannschaft morgen am vorletzten Spieltag der 3. Fußball-Liga 2013/14 zum FC Rot-Weiß Erfurt begleiten (13.30 Uhr Steigerwaldstadion).

Das allein muss Coach Dirk Lottner zufolge Motivation genug sein: „Selbst wenn nur ein Fan die Mühe auf sich nehmen würde, ist das eine Verpflichtung, uns vorzubereiten, als stünden wir vor einem Finale. Außerdem wird hier jeder bis zum 30. Juni bezahlt und ist gefordert, alles für den Verein zu geben.“


Zukunft des Trainers in Rostock weiter offen


Zugleich sprach der 42-Jährige der Mannschaft ein Lob aus. Sie sei ineinander sehr homogen, besitze vom Gerüst und vom Charakter her ein gefestigtes Gefüge. Zudem „sind die Spieler sehr willig und bereit, Dinge aufzunehmen. Deshalb habe ich auch für Erfurt ein gutes Gefühl. Ich würde mir eine Partie wünschen, in der beide Teams mit Leichtigkeit und Freude befreit aufspielen.“

Der Coach kann in Erfurt nach Gelb-Rot-Sperre wieder auf Manfred Starke setzen. Sebastian Pelzer (Zehverletzung), Johan Plat (Adduktoren-Verhärtung), Leonhard Haas (Zerrung des Hüftbeugers) und Henry Haufe (Magenschleimhaut-Entzündung) stehen nicht zur Verfügung. Aller Voraussicht nach fällt auch David Blacha aus (Adduktoren-Blessur).

Lottner macht sich auch bereits Gedanken, wie es mit Hansa weitergehen könnte: „Wenn der Verein auf Dauer oben mitspielen will, braucht er auch Leute, die die Ruhe am Ball haben, die sich nach vorn im Eins gegen eins durchsetzen können, wenn die Räume eng werden.“

Ob er selbst in Rostock eine Zukunft hat, ist offen. Der Ex-Profi, Kultfigur des 1. FC Köln, steht bekanntlich zunächst nur für die letzten vier Spiele unter Vertrag. Am Wochenende war durchgesickert, dass Hansa sich bereits mit Ex-Trainer Peter Vollmann über dessen Rückkehr einig sein soll, was der Verein aber nicht bestaätigen wollte.

Natürlich beschäftige ihn die Situation, so Lottner. Man müsse auf alles vorbereitet sein, daher schaue er sich auch selbst um. „Ansonsten bereite ich die Mannschaft aber genauso vor wie am ersten Tag und mindestens so lange, bis die Saison zu Ende ist.“

Ob er sich auch vorstellen könne, hier als Assistent unter einem anderen Cheftrainer zu arbeiten? „Damit habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt. Dafür müsste schon das Gesamtpaket stimmen.“

 

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