FC Hansa Rostock : Vollgas für einen neuen Vertrag

Aufmerksam hört Tommy Grupe seinem Coach Pavel Dotchev zu. „Ich werde im Training Vollgas geben, aber noch viel wichtiger ist, dass ich gesund bleibe. Letztlich ist es mir auch egal, auf welcher Position ist spiele. Die Hauptsache ist, dass ich überhaupt Einsätze bekomme.“
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Aufmerksam hört Tommy Grupe seinem Coach Pavel Dotchev zu. „Ich werde im Training Vollgas geben, aber noch viel wichtiger ist, dass ich gesund bleibe. Letztlich ist es mir auch egal, auf welcher Position ist spiele. Die Hauptsache ist, dass ich überhaupt Einsätze bekomme.“

Angespornt von der Geburt seines Sohnes hofft Tommy Grupe auf ein weiteres Engagement bei Hansa: „Würden schon gerne hier bleiben“

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04. Januar 2018, 08:00 Uhr

Anstrengende Wochen für Hansa-Profi Tommy Grupe: Während seit Dienstag in der Vorbereitung auf die Rückrunde in der 3. Fußball-Liga Chefcoach Pavel Dotchev den 25-Jährigen auf Trab hält, ist es zu Hause Neuzugang Matti. Seit Anfang Dezember ist der Defensiv-Allrounder stolzer Vater eines Sohnes. „Es ist schon eine Umstellung, aber eine schöne. Mehr als drei Stunden zusammenhängender Schlaf ist momentan noch nicht drin, doch man gewöhnt sich daran. Es ist einfach schön, jetzt zu Hause zu dritt zu sein“, sagt Tommy Grupe.

Auf dem Rasen kam der Abwehrspezialist in dieser Saison bislang noch nicht wie gewünscht zum Zug. Zum Ende der vergangenen Serie bremste ihn ein Leistenbruch aus. „Ich musste sechs Wochen pausieren und bin dann direkt in die Vorbereitung eingestiegen. Das war wohl zuviel für meinen Körper. Wahrscheinlich habe ich die linke Seite mehr belastet, und dann ist im Oberschenkel ein Muskelbündelriss entstanden“, erklärt der dienstälteste Profi im Kader des FC Hansa. Seit 1999 – nur unterbrochen von einem halben Jahr in Münster (Juli bis Dezember 2012) – läuft er im Trikot mit der Kogge auf.

Ob ab dem kommenden Sommer weitere Einsätze hinzukommen, steht noch nicht fest, denn sein Vertrag läuft am Saisonende aus. „Ich werde alles reinhauen und um einen neuen Vertrag spielen. Wir als Rostocker würden schon gerne hier bleiben. Dafür werde ich alles geben“, so Grupe, der schon einen besonderen Druck verspürt: „Na klar möchte man seine Familie ernähren.“

Bislang bringt es der Kicker auf fünf Kurzeinsätze über insgesamt 18 Minuten in der 3. Liga 2017/18. Kurios: Alle diese Partien hat der FC Hansa am Ende gewonnen. Die Begründung von Tommy Grupe klingt logisch: „Als Defensivspieler kommt man oftmals rein, wenn man führt, und soll helfen, einen Sieg über die Runden zu bringen. Ich habe mich gefreut, dass ich die Einsätze bekommen habe. Jetzt gebe ich Vollgas und hoffe, dass es in der Rückrunde ein paar mehr werden.“

Mit der aktuellen Truppe macht es ihm Spaß, weil der Teamgeist stimmt. „Vor allem der Zusammenhalt zeichnet die Mannschaft aus. Wir kommen alle sehr gut miteinander klar und sind hungrig auf den Erfolg. Auch auch fußballerisch haben wir eine tolle Truppe beisammen. Jeder arbeitet gut gegen den Ball. Das zeichnet uns aus, und deswegen haben wir auch relativ wenig Gegentore bekommen. Auf der anderen Seite kommen wir auch viel über Ballbesitz und suchen das Spiel nach vorne“, sagt Tommy Grupe, der sich freut, dass er mit dem FC Hansa auch mal oben mitspielen kann: „Es ist natürlich ein viel besseres Gefühl, als wenn man unten steht. Wir können vielleicht ein bisschen befreiter aufspielen, dürfen aber nicht nachlassen. Wir haben uns die Punkte hart erarbeitet und nicht einfach so geschenkt bekommen. Ich glaube, dass wir in der Rückrunde noch eine Schippe drauflegen müssen, um auf diesen Plätzen zu bleiben.“

Während im Umfeld des Clubs schon hier und da vom Aufstieg in die 2. Bundesliga geträumt wird, bleibt Grupe gelassen: „Es ist jetzt noch viel zu früh, um darüber nachzudenken. Unser Ziel ist es, von Spiel zu Spiel unsere Leistung abzurufen, und am Ende können wir dann schauen, was noch möglich ist.“

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