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FC Hansa Rostock : Verein nimmt erstmal die 700 Karten

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa nimmt die vom 1. FCM angebotenen 700 personalisierten Tickets für das Ost-Derby – unter Vorbehalt

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 23:15 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa hat entschieden: Das reduzierte Gästekarten-Kontingent von 700 personalisierten Tickets des 1. FC Magdeburg für das Ost-Derby am 5. März wird angenommen – unter Vorbehalt. Es soll nun gemeinschaftlich mit dem Mitgliederbeirat darüber beraten werden, wie im Sinne der Fans damit umgegangen und verfahren werden soll, heißt es in einer Mitteilung der Vereinsverantwortlichen.

Zuvor hatte die Idee des Magdeburger Clubs, der Gastmannschaft gar keine Karten bereitzustellen, für Aufregung gesorgt. „Unabhängig von unserem Spiel in Magdeburg finde ich das generell eine bedrohliche Entwicklung. Es ist keine schöne Situation, weil es eine Vorverurteilung und Sippenhaft ist. Fußball lebt von Emotionen, gerade auch in Magdeburg. Ich glaube, dass auch ihnen irgendwann die Argumente ausgehen werden, wenn sie irgendwo nicht mehr hindürfen“, sagte Rainer Lemmer, Aufsichtsratsvorsitzender des FC Hansa. Gästefans stehen laut Statuten des Deutschen Fußball-Bundes in der Regel zehn Prozent des kompletten Kartenkontingents zu, das wären in diesem Fall rund 2200 Tickets.

Die Reduzierung des Gästekarten-Kontingents trifft auf Unverständnis beim FC Hansa: „Wir möchten nochmals an den 1. FCM appellieren, dem FC Hansa das volle Kontingent zur Verfügung zu stellen.“ Und auch die beiden Anhängerschaften der Vereine können dies nicht nachvollziehen. Während die Rostocker eine Demonstration am 5. März in der Elb-Metropole organisieren – mit Anreise per Sonderzug, wollen die Ultras des Gastgeber-Vereins „Block U – 1. FC Magdeburg“ die Entscheidung nicht hinnehmen und kritisieren ihren Club: „Wir unterstellen den Verantwortlichen langfristig geplant zu haben, das Fußballspiel gegen den FC Hansa nicht mit einem vollen Gästekontingent stattfinden zu lassen. Das nun vorgespielte gönnerhafte Verhalten der Clubführung empfinden wir als bodenlose Frechheit und als Konfrontationskurs gegenüber der gesamten Fanszene“, heißt es auf deren Internetseite.

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