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FC Hansa Rostock : Väyrynen wenigstens noch zum 1:1

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa gleicht gegen VfR Aalen in der 87. Minute aus

„Wir haben in der zweiten Halbzeit gedrückt, ohne Glanz zu versprühen. Es war ein sehr harziges Spiel“, sagte Trainer Brand zum 1:1 seines FC Hansa gegen den VfR Aalen. Der Rostocker Fußball-Drittligist hatte mehr im Sinn gehabt als nur einen Punkt. „Wir wollten wieder Begeisterung auf das Publikum übertragen. Gegen eine Mannschaft, die hinten drin steht, muss man schnell und technisch sicher spielen. Uns aber unterliefen viele Unsauberkeiten“, so Brand. Letztlich durften sich die Blauen glücklich schätzen, nach dem 0:1 durch Wegkamp (25.) und einem Lattentreffer von Preißinger (78.) überhaupt noch zum Ausgleich gekommen zu sein (87. Väyrynen volley mit links nach Freistoß von Bischoff), denn sie liefen zwar stetig an, entwickelten aber praktisch null Torgefahr, weil oft schon der erste aufbauende Pass nicht ankam.

Ungünstigerweise fiel Innenverteidiger Henn mit muskulären Problemen kurzfristig aus; es war klar, dass das wegen mangelnder Eingespieltheit des ihn ersetzenden Nadeau nicht ohne Abstimmungsprobleme abgehen würde. Zudem wurde in der Start-Elf Wannenwetsch erwartungsgemäß vom gesundeten Bischoff abgelöst.

Hansa kam anfangs zweimal gefährlich vor das Tor der Ost-Württemberger. Benyamina blieb nach weiter Flanke von Andrist hängen (10.), dann setzte Benyamina seinerseits Andrist in Szene, der die Kugel über den herausstürzenden Keeper Bernhardt – und am Kasten vorbei beförderte (16.). Beim Gegentor ließen sich die Hansestädter zu einfach ausspielen, wobei vor allem Holthaus nicht auf der Höhe war. Es folgte bis zur Pause ein Kraut-und-Rüben-Gekicke der Gastgeber, das nur ein energischer Sololauf von Ahlschwede über die linke Seite (35.) sowie ein zumindest eine Ecke nach sich ziehender Freistoß von Bischoff (41.) etwas verfeinerten.

Brand brachte „aus taktischen Gründen“ Gardawski für Ahlschwede und Stevanovic für Erdmann. Dennoch hatte der VfR keine große Mühe, seinen Vorsprung zu verteidigen. Wie schon zur Pause brandeten im Ostseestadion von einem Teil der 9400 Zuschauer Pfiffe auf. Brand brachte mit Väyrynen einen zweiten Angreifer (64.) und stellte kurz darauf sogar auf Voll-Offensive um: Die unmittelbare Abwehr wurde auf die Kette Grupe – Nadeau – Hoffmann reduziert, Gardawski rückte vor, Andrist nahm jetzt gar Mittelstürmerposition ein. Es schien alles nichts zu helfen – bis Väyrynen wenigstens zum 1:1 traf. In der Nachspielzeit wäre die Partie um ein Haar doch noch verloren worden. „Das war supergefährlich für uns“, so Torhüter Schuhen über den Freistoß von Welzmüller. „Er wird scharf kurz reingehauen, Fabi (Holthaus – d. Red.) kriegt ihn an den Fuß, und dann weiß ich nicht, ob erst ich dran war und der Ball dann an die Latte ging oder umgekehrt (Letzteres – d. Red.).“ Schlussendlich bereinigte Nadeau per Kopf.

Trainer-Urteil

Christian Brand (Rostock): Es war das erwartet schwierige Spiel. Uns unterliefen viele leichte technische Fehler, durch die wir uns selbst den Spielfluss nahmen. Das dauerte alles zu lange,

dadurch bekam der Gegner die Zeit, sich in eine gute Grundordnung zu begeben. In der zweiten Hälfte machten wir mehr Druck, hatten auch eine Feldüberlegenheit, und weil wir gedrückt haben, machten wir verdient den Ausgleich. Wir waren nicht so kreativ, dass wir Aalen hätten in Grund und Boden spielen können, aber es ist auch schwierig gegen so einen tief stehenden Kontrahenten.

Peter Vollmann (Aalen): Wir setzten unseren Plan vernünftig um und gingen durch ein gut herausgespieltes Tor in Führung. Es war klar, dass der Druck in der zweiten Halbzeit größer wird, aber wir konnten uns die ganz großen Chancen vom Tor weghalten, bis nach einem groben Fehler von Martin Toshev der Ausgleich fiel. Wir standen drei oder vier Minuten vor dem Sieg, aber ich möchte die Leistung vom Gegner nicht schmälern, das 1:1 hat er sich auch irgendwo erarbeitet.

 

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