Landespokal : Unangenehmes Spiel für Hansa

Flügelflitzer Tobi Jänicke (links) lässt den Cottbuser Joni Kauko stehen. Auf den Kapitän der Kogge und den FC Hansa Rostock freuen sich die Polzer im Landespokal.
Flügelflitzer Tobi Jänicke (links) lässt den Cottbuser Joni Kauko stehen. Auf den Kapitän der Kogge und den FC Hansa Rostock freuen sich die Polzer im Landespokal.

Der Fußball-Drittligist ist morgen in der 2. Runde des Landespokals beim Siebtligisten Blau-Weiß Polz zu Gast

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15. September 2015, 08:00 Uhr

Zwischen den Punktspielen müssen die Fußballer des Drittligisten Hansa morgen im Landespokal ran – und zwar beim Landesligisten Blau-Weiß Polz. Nachdem die Rostocker in der Liga zuletzt nicht so richtig punkten konnten (drei Zähler aus vier Partien), folgt nun ein Duell mit einem schwächeren Gegner.

„Aber auch in das Spiel müssen wir wieder alles reinschmeißen und gewinnen, um eine Runde weiter zu kommen. Man sollte keinen Gegner unterschätzen. Solche Kontrahenten gibt es im DFB-Pokal und eben auch im Landespokal“, sagt Torwart Marcel Schuhen. Können sich die Hansa-Kicker morgen ab 17.30 Uhr den Punkte-Frust von der Seele schießen? „Wir haben es selbst in der Hand, ab wann wir das Bällchen laufen lassen können. Alles andere als ein Sieg zählt in Polz nicht, darüber muss man ganz klar und offen reden“, so der Schlussmann der Hanseaten weiter.

Der FCH ist aber nicht nur in dieser Partie der Favorit, sondern ebenso auf den Gewinn des gesamten Wettbewerbs. „Wir wollen wieder im DFB-Pokal antreten, deswegen gibt es keine Ausreden: Wir müssen eine Runde weiterkommen“, sagt Schuhen.


„Das ist ein Bonbon innerhalb der Saison“


Dem stimmt Kapitän Tobias Jänicke zu: „Das ist für uns eine Pflichtaufgabe, an die wir ebenso konzentriert rangehen müssen wie an ein normales Liga-Spiel.“

Die Atmosphäre im Polzer Waldstadion wird eine ganz besondere sein, weiß Jänicke: „Für die Polzer ist es das Spiel des Jahres, und dementsprechend wird auch die Stimmung vor Ort sein. Das darf aber kein Problem für uns sein, solche Begegnungen haben wir schon oft gespielt. Für uns gibt es einen ganz klaren Auftrag – den Landespokal zu gewinnen. Und dafür müssen wir halt vorher Polz schlagen und zeigen, dass wir der klare Favorit sind.“ Der Kapitän der Kogge fügt an, dass „es garantiert ein unangenehmes Spiel für uns wird, weil die Polzer alles reinhauen werden“.

Darauf kann sich der Rostocker Jung’ schon jetzt freuen, versichert Thilo Wilkens, Spielertrainer von Blau-Weiß Polz. „Schon seit der Auslosung ist die Stimmung in unserem Team einfach super. Das ist ein Bonbon innerhalb der Saison. Man hat als Landesligist schließlich nicht oft Gelegenheit, gegen eine Profi-Mannschaft anzutreten.“ Wobei der 38-Jährige dabei eine Ausnahme darstellt: Denn er lief schon zweimal in seiner Laufbahn als Kicker gegen die Elf vom FC Hansa auf. „Einmal habe ich gegen die Bundesligisten gespielt und 0:8 verloren. Und dann noch mal gegen das damalige Zweitliga-Team, da fiel die Pleite aber höher aus – leider 1:12“, erzählt der Spielertrainer der Polzer.

Letzteres Szenario soll sich aus Sicht des Landesligisten morgen aber nicht wiederholen. „Wir wollen so lange wie möglich dagegen und die Partie offen halten. Ich denke, schon allein, weil wir viele junge Akteure haben, die absolut motiviert sind und sich beweisen wollen, ist das im Bereich des Möglichen.“


Nur ein Wunsch: Ein Tor für Polz


Aber nicht nur die Kicker sind hochmotiviert für die 2. Runde im Landespokal, sondern auch die Bewohner des 420-Seelen-Ortes und aus der Umgebung: „Es ist eine gewisse Euphorie zu spüren. Beim Einkaufen werde ich regelmäßig auf das Spiel angesprochen und ausgefragt. Man merkt schon, dass sehr viele Hansa-Anhänger bei uns in der Gegend wohnen“, so Thilo Wilkens. Dies habe auch der Kartenvorverkauf gezeigt, der sehr gut angelaufen sei.

„Wir wollen den Zuschauern einfach einen schönen Fußball-Abend liefern“, sagt Wilkens. Illusionen machen er und seine Jungs sich keine: Normalerweise ist für die Elf aus Polz morgen Endstation im Landespokal. Einen Wunsch hat der Spielertrainer aber dennoch – „dass wir ein Tor schießen!“

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