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FC Hansa Rostock : Trotz Überzahl nur ein 1:1

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker lassen in Großaspach zwei Punkte liegen

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Der FC Hansa bleibt 2017 weiterhin sieglos. Am 22. Spieltag der 3. Fußball-Liga kamen die Rostocker bei der SG Sonnenhof Großaspach über ein 1:1 nicht hinaus. Insgesamt gelang dem Team von Trainer Christian Brand nur ein Dreier in den vergangenen zehn Partien.

Der 44-Jährige nahm eine Änderung im Vergleich zum 1:3 in Münster vor. So kehrte Dennis Erdmann auf die „Sechs“ ins defensive Mittelfeld zurück und verlieh den Ostseestädtern zusätzliche Stabilität. Zudem agierte Amury Bischoff als klassischer Spielermacher. „Zum einen ging es uns um die defensive Stabilität, was uns größtenteils gelungen ist. Des Weiteren bekam Amaury vorne viele Bälle und hatte in Christopher Quiring auf rechts und Stephan Andrist auf links auch viele gefährliche Anspielstationen“, so Brand, dessen Team nach den ersten Minuten des Abtastens die Spielkontrolle übernahm.

„Trotz des 1:1 haben wir eine sehr gute Partie abgeliefert, auch schon vor der roten Karte für Großaspach. Wir spielten eine hervorragende erste Halbzeit sowohl kämpferisch, läuferisch als auch fußballerisch“, sagte Amaury Bischoff.

Erdmann (2.), Andrist (9.) und Soufian Benyamina (13.) vergaben die ersten Chancen für die Rostocker, die ab der 26. Minute plötzlich in Überzahl waren. Quiring wurde durch einen präzisen Abschlag von FCH-Keeper Marcel Schuhen in Szene gesetzt, enteilte der Abwehr und wurde schließlich von Jeremias Lorch regelwidrig zu Fall gebracht – Notbremse und Rot für den Großaspacher. Der anschließende Freistoß wurde zur Ecke geklärt und aus dieser entwickelte sich die Führung für Hansa. Über Bischoff und Quiring gelangte das Leder zu Fabian Holthaus, der aus gut 20 Metern einfach mal abzog. SGS-Schlussmann David Yelldell ließ den Schuss nur abklatschen und Benyamina war zur Stelle – 1:0 (28.). Im Grunde sprach nun alles für den FCH. „So ein Spiel darf man einfach nicht mehr aus der Hand geben. Wir haben ein, zwei Dinge nicht mehr so umgesetzt, wie noch in der ersten Hälfte. Aber das werden wir intern besprechen“, sagte ein enttäuschter Christopher Quiring nach dem Schlusspfiff.

Denn die Rostocker schenkten trotz Überzahl den Sieg her. Ein schlampiger Pass von Stephan Andrist bei einem Konter wurde zum Boomerang. „Wir wussten, dass Großaspach nur ein oder zwei Chancen braucht. Wenn der Ball durchgeht, läuft Christopher Quiring alleine aufs Tor. Aber dann kommt eine Flanke, wir stehen falsch gestaffelt und es fällt das 1:1“, sagt Bischoff zum Ausgleich in der 61. Minute.

Hansa hatte noch reichlich Zeit, um den Siegtreffer zu erzielen, doch Quiring (69., 79.), Benyamina (71.) und Ziemer (87.) vergaben. Zudem verwehrte der Unparteiische einen Elfmeterpfiff nach einem Schubser gegen Andrist (84.).

Trainerurteil
Oliver Zapel  (Großaspach): Dieses Unentschieden fühlt sich für uns wie ein Sieg an. Rückblickend betrachtet war es die mental stärkste Leistung unserer Mannschaft. Zu Beginn haben wir noch verhalten agiert – hinzu kam die rote Karte. Die Halbzeit war für uns ein Segen, wir konnten uns sammeln und neu einstellen. So wie das Team das umgesetzt hat, verdient großen Respekt, das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Wochen.
Christian Brand (Rostock):  Wir haben in der ersten Halbzeit fast alles richtig gemacht und in der zweiten fast alles falsch. Wir haben einen Gegner, der erledigt war wieder zurück ins Leben geholt. In Hälfte eins haben wir  gut gespielt: Die rote Karte rausgeholt, den Treffer zum richtigen Zeitpunkt gemacht, Ball und Gegner laufen lassen.  Dann haben wir 15 Minuten einen Tiefschlaf hingelegt, dann kommt das Gegentor, bei dem wir uns nicht gut verhalten haben. Danach haben wir es besser gemacht, aber Großaspach war wach. Wir hätten  das Spiel erledigen müssen, das haben wir aber nicht geschafft.
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