FC Hansa Rostock : Trotz Holthaus' Treffer: Hansa unterliegt Rot-Weiß Erfurt

Auch für Marcel Schuhen war das 1:2 gegen Erfurt das  letzte Heimspiel für den FC Hansa. Hier  kann er die Kugel  gegen Jannis Nikolaou behaupten. Seine Teamkollegen Tobias Jänicke und Joshua Nadeau sichern ab.

Auch für Marcel Schuhen war das 1:2 gegen Erfurt das  letzte Heimspiel für den FC Hansa. Hier  kann er die Kugel  gegen Jannis Nikolaou behaupten. Seine Teamkollegen Tobias Jänicke und Joshua Nadeau sichern ab.

Das letzte Heimspiel der Saison verliert der Rostocker Drittligist 1:2.

svz.de von
13. Mai 2017, 15:50 Uhr

Beim letzten Auftritt des FC Hansa im Ostseestadion in der 3. Fußball-Liga  2016/17 wurde die  nicht befriedigende Heimbilanz  (vier Siege, neun Unentschieden, sechs Niederlagen) mit einem 1:2 (0:1) gegen den FC Rot-Weiß Erfurt „abgerundet“. Wobei die Partie  genausogut auch andersherum hätte ausgehen können.

Erdmann letztmals im Rostocker Trikot

Vor allem war der Sonnabend aber ein Tag der Trennungen, die über das Erwartete hinausgingen.

 Ihre Abschiedsvorstellung vor eigenem Publikum gaben  Schuhen, Andrist und Erdmann. „Erde“ trug  zum letzten Mal in einem Punktspiel das Rostocker Trikot, denn er sah zum 15. Mal Gelb, ist damit zum Abschluss am Sonnabend in Chemnitz gesperrt.

Abschied nehmen hieß es vor dem Anpfiff auch von Aubele, Bülbül, Stevanovic und Ülker (auf eigenen Wunsch, hätte noch Vertrag gehabt).

Dass dies etwa vier Stunden später für Trainer Christian Brand ebenfalls zutreffen sollte, ahnten da noch die wenigsten… Er selber  schon?! Zumindest zog Brand  im Anschluss an die Partie, noch vor seiner gleich darauf erfolgenden Beurlaubung,  ein Fazit seines Wirkens: Die Mannschaft habe, seit er im Dezember 2015 gekommen sei, einen Riesenschritt gemacht hinsichtlich Spielverständnis und taktischer Variabilität. „2016/17 wollten wir ein ruhiges Übergangsjahr im Mittelfeld der Tabelle. Das haben wir geschafft.  Phasenweise, wie vor dem letzten Spiel der Hinrunde gegen Chemnitz (1:3 – d. Red.), hätten wir oben angreifen können. Da wären wir bei einem Sieg Fünfter gewesen. Es war eine komplett durchschnittliche Saison mit Möglichkeiten nach oben.“

Holthaus macht den Arjen Robben

Beim FC Hansa begannen diesmal im Mittelfeld  Quiring und Holthaus an Stelle von Andrist und Gebhart.

Die Weiß-Blauen schafften es nicht oft, bis dorthin vorzudringen, wo sie den Thüringern hätten gefährlich werden können – und nach dem 0:1 (Laurito per Kopf nach Ecke von Aydin/30.) bis zur Pause gar nicht mehr.

Dabei hätten die Gastgeber selbst früh führen können, aber Gäste-Keeper Klewin wehrte den Schuss von Holthaus aus Nahdistanz nach  Flanke von Quiring ab (5.).

Aus der Kabine kam eine entschlossene Hansa-Mannschaft, die sofort drückte

und der dementsprechend schnell der Ausgleich gelang: Holthaus machte den „seitenverkehrten Arjen Robben“, schwenkte von links ein, sein satter Schuss landete passgenau im Dreieck – ein Volltreffer zum 1:1 (49.).

Anschließend war alles möglich. Der eingewechselte Gebhart verfehlte mit Kopfball aus Nahdistanz das Gehäuse (60.). Andrist konnte aus einem kapitalen „Bock“ von Klewin kein Kapital schlagen, obwohl er schon am Gäste-Schlussmann vorbei war (65.). Auf der Gegenseite trafen die zwischendurch arg wackelnden Erfurter durch Kammlott aus dem Nichts den Querbalken (71.). Dann landete ein von Holthaus geschossener Ball auf der Torlinie eingeklemmt zwischen den Beinen von Keeper Klewin (74.).

Letztlich erlöste Bieber den FC Rot-Weiß, der bis dahin sogar auf einem Abstiegsplatz stand, mit dem 2:1 (87.). „Ein langer Ball, der bei uns hinter die Abwehr fällt und bei dem Erfurt die Fußspitze eher dran hat“, beschrieb dies Brand, der sich trotz der Niederlage zufrieden zeigte: „Wir wollten unseren Zuschauern eine tolle Leistung zeigen und haben das auch über weite Phasen geschafft. Leider brachten wir in unserer Drangperiode den Ball nicht über die Linie. Da fehlte die  Coolness vor dem Tor. Sonst gibt es nicht viel zu bemängeln. Es waren ein guter Rhythmus und Balance im Spiel.“

Kurz vor dem Tor zum 1:2 tauchte  direkt hinter der Rostocker Bank ein Transparent mit der Aufschrift „Lemmer raus, Schneider raus, Brand raus“ auf. Letzterer reagierte gelassen: „Hier sind 16 150 Zuschauer, und einer oder zwei schreiben ein Plakat – das trifft mich nicht.“ Es traf ihn doch…Peter Richter

>> Ein ausführlicher Bericht folgt.

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