Hansa Rostock : „Tobi“ packt die linke Klebe aus

Vor der „Noch-Nacktbeton-Haupttribüne“ des Stadion-Neubaus an der Gellertstraße spielt Tobias Jänicke den Chemnitzer Verteidiger Alexander Nandzik schwindlig, packt im nächsten Moment seine linke Klebe aus und trifft zum 1:1.
Vor der „Noch-Nacktbeton-Haupttribüne“ des Stadion-Neubaus an der Gellertstraße spielt Tobias Jänicke den Chemnitzer Verteidiger Alexander Nandzik schwindlig, packt im nächsten Moment seine linke Klebe aus und trifft zum 1:1.

Der Hansa-Kapitän über sein Tor zum 1:1-Endstand in Chemnitz: „Das ist halt Routine“ / Trainer Baumann: „Die Richtung stimmt“

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04. August 2015, 08:00 Uhr

Unglückliches Handspiel von Markus Gröger, Elfmeter und 1:0 für Chemnitz. Auf einmal sah es so aus, als sollte Fußball-Drittligist FC Hansa zum sechsten Mal hintereinander ein Punktspiel mit einem Tor verlieren. Aber es dauerte nicht mal eine Minute, da musste an der – nix mit Elektronik! – Handbedienungs-Anzeigetafel schon wieder ein „Nummernschild“ gewechselt werden: die 1 statt der 0 jetzt auch für die Rostocker.

„Der Zeitpunkt war optimal. Wenn wir länger einem Rückstand hätten hinterherlaufen müssen, wäre es schwer geworden. Wichtig war, dass wir da präsent gewesen sind, wie wir das machten, wie wir dieses Tor erzwangen. Wir tauchten ja in der Szene mit drei, vier, fünf Mann da vorn auf“, sagte Kapitän Tobias Jänicke und schilderte mit einem Augenzwinkern die Entstehungsgeschichte seines Treffers: „José-Alex Ikeng spielt den gut rüber, und der Ball passt genau in die Ecke. Freut mich, dass ich heute meine linke Klebe auspacken konnte. Das ist halt Routine…“

Verärgert waren die Hanseaten über den Strafstoß, der kurz zuvor zum Rückstand geführt hatte. „Tobi“ Jänicke: „Aus meiner Sicht schießt der Löning dem Markus aus ein paar Zentimetern den Ball an die Hand. Von zehn Schiedsrichtern pfeifen da vier Elfmeter, vier pfeifen Freistoß für uns und zwei gar nichts.“ Ja, er nehme, so der 26-Jährige, Glückwünsche zu dem 1:1 entgegen; der Punktgewinn sei absolut positiv. „Dennoch, wir hätten das Ding sogar gewinnen können. Ärgerlich, dass wir nicht mit mehr nach Hause fahren. Aber wir freuen uns jetzt auf ein schönes Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (am Sonntag ab 18.30 Uhr im Ostseestadion – d. Red.).“

Auch für Karsten Baumann überwog das Angenehme. „Alle Spieler haben in der Rückwärtsbewegung gut gearbeitet“, stellte der Trainer zufrieden fest. „Wir sind insgesamt stabiler aufgetreten als eine Woche zuvor beim 1:2 gegen Bremen II. Ich hatte vorher gesagt, wir haben noch einen langen Weg vor uns. Der Weg hat sich jetzt etwas verkürzt. Die Richtung stimmt.“
 

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