FC Hansa Rostock : Stevanovic muss Geduld haben

Auf dem Weg zum 1:0 gegen Münster: Aleksandar Stevanovic hat den Ball erobert und schickt sogleich Stephan Andrist auf die Reise, der wenig später Tobias Jänicke bedient.
Auf dem Weg zum 1:0 gegen Münster: Aleksandar Stevanovic hat den Ball erobert und schickt sogleich Stephan Andrist auf die Reise, der wenig später Tobias Jänicke bedient.

Hansa-Trainer Christian Brand will den Spielmacher langsam wieder an seine Topform heranführen

svz.de von
09. August 2016, 08:00 Uhr

In Regensburg noch in der Start-Elf des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock (0:2) musste Aleksandar Stevanovic bei der Saison-Heimpremiere am vergangenen Freitag gegen Preußen Münster (1:0) zunächst auf der Bank Platz nehmen. „Ich habe mich gut gefühlt und war natürlich enttäuscht, dass ich zunächst draußen geblieben bin“, sagte der Spielmacher.

Allerdings war der 24-Jährige auch ehrlich zu sich selbst. „In Regensburg war unser Spiel nicht so toll – von keinem von uns, auch nicht von mir. Ich konnte verstehen, dass der Trainer mich zunächst draußen gelassen hat und hoffe aber, dass ich die halbe Stunde nutzen konnte“, so Stevanovic.

Für Cheftrainer Christian Brand war nach der gelb- roten Karte für den Münsteraner Mangafic und der damit eingetretenen Überzahl seines Teams klar, dass der Mittelfeldmann die richtige Option sei, um frischen Wind in die Partie zu bringen. „Es ist toll, wenn man solch eine Qualität auf der Bank hat. Der Gegner war in Unterzahl, da bringt man dann einfach so einen feinen Spieler wie Aleks. Aber man muss auch sagen, dass er noch viel besser spielen kann“, erklärt der 44-Jährige.

Dennoch war Stevanovic am Ende mitentscheidend für die gelungene Heimpremiere. „Er hat das Tor fantastisch eingeleitet, vorher den Ball gewonnen“, sagt Brand, der die nötige Geduld mit seinem Kicker hat und ihn nach überstandenem Kreuzbandriss nicht verheizen will. Deswegen saß Stevanovic gegen Münster zunächst auch nur auf der Bank: „Er hat anderthalb Jahre keinen Profisport betrieben, kein Spiel mehr gemacht. Daher macht es auch keinen Sinn, ihm die Hauptverantwortung für unser Spiel zu übertragen. Es wird ein langer Prozess sein, ihn wieder in die Topform zu bringen. Der Junge muss Geduld haben, und wir werden sie auch aufbringen.“

Stevanovic teilt die Ansichten seines Trainers und sei gegen Münster ohne Hintergedanken aufs Feld gegangen: „Ich wollte kein Zeichen setzen oder dergleichen, sondern einfach mein Bestes geben und das Spiel gewinnen. Am Ende bin ich froh, dass das geklappt hat.“

Nach dem ersten Heimsieg hofft der Kicker morgen gegen Sonnenhof Großaspach (19 Uhr im Ostseestadion) auf eine Wiederholung des Erfolgs. „Es war hammer vor dieser tollen Kulisse. Ich hoffe, dass am Mittwoch wieder viele Leute ins Stadion kommen und uns anfeuern. Wir wollen wieder zeigen, dass wir der Herr im eigenen Haus sind und gemeinsam mit unseren tollen Fans ein weiteres Zeichen setzen“, sagt Aleksandar Stevanovic.

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