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Hansa Rostock : Stehaufmännchen Julian Jakobs

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zu Saisonbeginn noch auf die Tribüne verbannt, hat sich der Flügelflitzer nicht hängenlassen und sich seinen Platz zurückerkämpft

svz.de von
erstellt am 13.Aug.2014 | 07:45 Uhr

Nicht nur mannschaftlich – lediglich vier Punkte aus den ersten vier Partien –, auch persönlich erlebte Julian Jakobs einen durchwachsenen Saisonstart in der 3. Fußball-Liga. Der Flügelflitzer des FC Hansa fand sich in den ersten beiden Partien in Münster (4:3) sowie gegen Erfurt (1:1) gar nicht im Kader wieder. Nachdem er im abschließenden Test der Vorbereitung gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 noch 45 Minuten zum Einsatz kam, war die Degradierung bis auf die Tribüne für den 24-Jährigen schon eine Überraschung. „Ehrlich gesagt, hatte ich damit nicht gerechnet. Aber so ist es eben manchmal im Fußball. Es kann ja auch ganz schnell gehen, und man ist wieder in der Mannschaft. Man muss eben einfach den Kopf oben behalten und weiterarbeiten“, erklärt Jakobs.


Gespräch zwischen Vollmann und Jakobs


In einem Gespräch, das beide Seiten wollten, machte Hansa-Trainer Peter Vollmann dem Mittelfeldmann klar, warum seine Entscheidung so ausfiel und was er künftig von ihm erwartet. Über den genauen Inhalt schweigt Jakobs. Wahrscheinlich dürfte das Defensiv- und Umschaltverhalten des Kickers eine wesentliche Rolle gespielt haben. „Ich arbeite an meinen Schwächen und versuche die Hinweise des Trainers zu befolgen“, so Julian Jakobs, der beim Auftritt in Kiel (0:2) nach gut einer Stunde eingewechselt wurde und zuletzt im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden (0:1) über die volle Distanz auf seiner angestammten Position im rechten Mittelfeld zum Einsatz kam.

Der gebürtige Siegener hat sich ins Team des FC Hansa zurückgekämpft. Was fehlt, ist jetzt nur noch der Mannschaftserfolg.

„Wir haben in dieser Saison schon gezeigt, dass wir erfolgreichen Fußball zeigen können. Ich denke, dass wir in der Lage sind, Tore zu erzielen und auch Gegentreffer zu verhindern. Nur müssen wir beides in einem Spiel auf den Platz bringen. Daran arbeiten wir in jedem Training“, so Jakobs, der im Duell mit Wehen Wiesbaden eine große Chance zur Führung vergab (25.): „Im Spiel hat man nicht viel Zeit, um nachzudenken. Ich wollte den Ball mitnehmen und ihn dann ins Tor schießen. Leider hat es nicht geklappt.“ Es wäre das 1:0 gewesen. Eine Führung ist aus Sicht von Peter Vollmann ein enormer psychologischer Vorteil. Beim bisher einzigen Saisonsieg in Münster zogen denn auch die Hanseaten in Front. „Ein 0:1 ist ein Rucksack, den man mit sich herumschleppt, auch wenn man noch so cool ist. Man hat immer ein mögliches 0:2 im Kopf. Das ist ein schwieriger Gedanke, den wir versuchen müssen, auf den Gegner umzulegen“, so der 56-Jährige.

Am Wochenende ist in der Liga Spielpause, steht für den FC Hansa der Landespokalwettbewerb auf dem Plan. Freitag Abend ab 19.30 Uhr sind die Ostseestädter beim Lübzer SV gefordert.

Julian Jakobs nimmt das Duell mit dem Landesligisten sehr ernst: „Das ist ein Pflichtspiel. Wir wollen es erfolgreich gestalten und eine Runde weiterkommen. Ob wir etwas ausprobieren oder testen, das liegt letztlich am Trainer. Aber ich denke, dass unsere volle Konzentration zunächst auf dem Pokalspiel liegt. Erst danach werden wir uns auf Regensburg vorbereiten.“

 

Kucukovic verletzt

Mustafa Kucukovic musste das gestrige Training vorzeitig abbrechen. Möglicherweise hat sich der Stürmer einen Muskelfaserriss zugezogen und wird mehrere Wochen ausfallen. Steven Ruprecht (Todesfall in der Familie) und Shervin Radjabali-Fardi (Probleme im rechten Knie) verpassten die komplette Einheit. Heute wird um 10.30 und 16 Uhr trainiert.

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