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Hansa Rostock : Solche Szenen müssen nicht sein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auch die Spieler des Fußball-Drittligisten FC Hansa zeigen sich nach den Ausschreitungen vom Montagabend schockiert

von
erstellt am 16.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Es sollte ein denkwürdiges Spiel für den Fußball-Drittligisten FC Hansa in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten Hertha BSC werden. Der Underdog wollte die Überraschung schaffen – doch leider ging es am Ende des Abends nicht mehr um das Sportliche. Die beiden Fan-Lager lieferten sich einen schmutzigen Kampf auf der Tribüne und das hitzige Match auf dem Rasen war nur noch Nebensache.

„Für uns war eigentlich mehr drin“, gesteht der Abwehrchef Oliver Hüsing etwas enttäuscht. Vor allem in der ersten Stunde haben die Hanseaten dem haushohen Favoriten aus der Hauptstadt Paroli geboten. Hinten stand die Auswahl von Trainer Pavel Dotchev diszipliniert und ließen dem BSC keine wirkliche Gelegenheit bis zum Tor von FCH-Schlussmann Janis Blaswich zu gelangen. „Dennoch hätten wir auch noch für mehr Entlastung nach vorne sorgen müssen. Wir hatten phasenweise immer mal gute Spielzüge drin, die wir dann nicht richtig ausgespielt haben. Aber wir konnten gut mithalten“, so Hüsing weiter.

Zu allem Übel schienen die Hausherren gerade die Druckphase der Berliner überstanden zu haben, als der Unparteiische Robert Hartmann die Begegnung für gut 20 Minuten unterbrechen musste. „Diese Pause – das musste nicht sein. Als wir zurückkamen, haben wir uns gesagt, wach und konzentriert zu sein. Aber dann kassierten wir doch so ein nerviges Tor nach einem Standard“, erklärt der Innenverteidiger.

Auch von den Rängen war zu sehen, dass die Zwangspause den Rostockern den Zahn zog. „Schön ist so etwas nicht, solche Szenen müssen im Stadion nicht sein. Hier waren auch Kinder. Zuvor war der Support der beiden Fan-Lager und die gesamte Stimmung überragend – es war sowohl auf den Rängen als auch auf dem Platz ein Fußballfest“, so Hüsing.

Dem stimmt auch der Kapitän der Kogge, Amaury Bischoff zu. „So ein Spiel macht eigentlich soviel Spaß, leider sind wir ausgeschieden. Ich bin sehr, sehr enttäuscht, weil wir alles gegeben haben. Das war auch das Motto vor dem Spiel: alles zu geben.“ Neben der Aufarbeitung des Spiels stehen für den Verein in den kommenden Tagen die Nachbearbeitungen der Geschehnisse am Rande der Partie an. In dieser Hinsicht fordere Bischoff drastische Maßnahmen wie Stadionverbote für die Täter.

Hansa intern

Keeper Zwick an Hertha verliehen: Torhüter Luis Zwick verlässt den FC Hansa mit sofortiger Wirkung und wechselt auf Leihbasis in die Regionalliga Nordost zu Hertha BSC II. Der 23-Jährige hat einen Einjahresvertrag bei den Berlinern unterschrieben. „Luis ist ohne Frage ein guter Keeper mit viel Potenzial. Mit unserem aktuellen Kader können wir ihm aber keine Garantie dafür geben, regelmäßig eingesetzt zu werden. Bei Hertha wird er die nötige Spielpraxis sammeln können, um sich weiterentwickeln“, erklärt Sport-Vorstand René Schneider.

Evseev will Montag einsteigen: Der angeschlagene Mittelfeldmann Willi Evseev befindet sich nach seiner muskulären Verletzung im individuellen Aufbautraining mit Ball. Ab Montag möchte der 25-Jährige dann endlich wieder komplett ins Mannschaftstraining einsteigen.

Training: Heute haben die Profis trainingsfrei. Morgen beginnt mit zwei Einheiten um 10 und 15 Uhr die Vorbereitung auf das Spiel in Würzburg.

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