FC Hansa jubelt : Siegtor nach 35 Sekunden

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Fußball-Drittligist FC Hansa macht nach seinem Sieg in der Tabelle einen Satz von Platz zehn auf fünf.

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02. Dezember 2013, 11:29 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa hat eine neue Saisonbestmarke aufgestellt: Das hochverdiente 1:0 über den FC Rot-Weiß Erfurt war der vierte Sieg in nunmehr fünf Spielen hintereinander ohne Niederlage, macht 13 von 15 möglichen Punkten. Den Rostockern gelang in der Tabelle ein Satz von Platz zehn auf fünf!

Neben dem bereits vermeldeten Wechsel im Tor – Hahnel für Brinkies –  gab es bei den Weiß-Blauen  zwei weitere Änderungen in der Anfangsformation  im Vergleich zum 2:1 bei RB Leipzig: Schünemann vertrat den nach fünfmal Gelb gesperrten Haas, Savran stürmte an Stelle von Kucukovic.

Die Partie hat gerade erst begonnen, da spielt Jakobs einen  Zuckerpass in den Lauf des durchstartenden Blacha, jener will sich mit aller Macht gegen Odak durchsetzen, schafft es auch und vollendet unter RWE-Keeper Klewin hindurch zum 1:0. Vorbei waren ganze 35 Sekunden!

Für die Erfurter dürfte sich dieses Gegentor fast angefühlt haben wie ein „Tritt in die Weichteile“, um mal eine Redewendung von Ex-Hansa-Trainer Uwe Reinders aus lange zurückliegenden Zeiten zu bemühen.

Die Gastgeber hatten danach die klare Hoheit auf dem Platz, suchten geordnet weiter den Weg nach vorn, vor allem aber hielten sie sich die Thüringer meist schon vor dem eigenen Strafraum vom Leibe. Es gab nur eine Ausnahme, als Nietfeld die Kugel zum Glück in den Rücken des mittig völlig frei stehenden Tunjic spielte (29.).

Ansonsten die Roten nahezu wirkungslos, wenngleich auch der FCH bis zur Pause nur noch ein weiteres Mal richtig torgefährlich wurde: Radjabali-Fardi zwang mit einer Ecke Klewin zur Abwehr mit beiden Fäusten, und auch seine anschließende Hereingabe war nicht ohne (12.).

Anderthalb Minuten nach Wiederbeginn. Fast wieder ein Blitzeinschlag bei den Gästen: Eine Flanke von Jakobs nimmt Plat schulmäßig mit der Brust an, lässt elegant Laurito aussteigen, bis dahin war’s genial, doch dann bringt der Niederländer den Ball aus wenig mehr als fünf Metern nicht im Netz unter, drischt ihn gegen die Latte – was für ein Kontrast zwischen beinahe schon Welt- und kaum Kreisklasse!

Die Erfurter verstärkten im weiteren Verlauf ihre Offensivbemühungen, indes stand Hansa defensiv sicher und ließ nichts zu. Abermals mit einer Ausnahme: Einmal war Weidlich nicht im Bilde, es kam zur Entweichung von Nietfeld, Mendy allerdings hatte aufgepasst und bereinigte die brenzlige Situation (67.). So nahm der 1:0-Sieg von Minute zu Minute Gestalt an und war schließlich in Sack und Tüten.

Schade, dass die Partie  unschön enden musste: Laurito trat, wenn auch sicher unabsichtlich, an der Mittellinie Ruprecht ins Gesicht. Der Rostocker Innenverteidiger erlitt einen Riss oberhalb der rechten Augenbraue, der mit sechs Stichen genäht werden musste. Peter Richter

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