FC Hansa Rostock : Sieg verpasst: Rostock und Frankfurt trennen sich 1:1

Fabian Holthaus schafft für Hansa den Ausgleich zum 1:1
Foto:
Fabian Holthaus schafft für Hansa den Ausgleich zum 1:1

Rote Karte, Eigentor: Offensive Partie des FC Hansa Rostock gegen FSV Frankfurt entscheidet sich in der Nachspielzeit.

svz.de von
27. August 2016, 16:30 Uhr

Hansa Rostocks Abteilung Attacke verdient den Namen in dieser Saison noch nicht. Die Ziemer, Plaje & Co. benötigten am Samstag beim 1:1 (0:0) gegen den FSV Frankfurt sogar gegnerische Schützenhilfe, um wenigstens einmal jubeln zu dürfen. „Wir hatten die besseren Chancen, aber wir machen sie momentan einfach nicht“, haderte Stephan Andrist nach der gefühlt neuerlichen Nullnummer. Die Statistik weist für die Mecklenburger in sechs Liga- und Pokalauftritten in dem noch jungen Spieljahr lediglich einen selbst erzielten Treffer aus - ein Armutszeugnis.

An Tobias Jänicke, der beim 1:0 gegen Preußen Münster eingenetzt hatte, wäre es gewesen, für ein Ende der Durststrecke zu sorgen. Der 27 Jahre alte offensive Außen hatte in der starken Anfangsphase zwei gute Gelegenheiten, traf aber zum Entsetzen der 9700 Zuschauer nicht.

In der 3. Minute semmelte Jänicke den Ball nach einer präzisen Flanke von Andrist über das gegnerische Gehäuse. Nach einer guten Viertelstunde versuchte er ein Anspiel auf Ziemer, statt selbst den direkten Abschluss zu suchen.  In der Folge blieben klare Chancen die Ausnahme, beide Abwehrreihen ließen so gut wie nichts zu. Auch der in dieser Woche verpflichtete Marco Gebhart, der nach 55 Minuten zu seinem Debüt in den Hansa-Reihen kam, vermochte die Misere nicht zu beenden. Der einstige U21-Europameister schoss mit seiner zweiten Ballberührung am Tor vorbei. „Wenn ich da getroffen hätte, wäre es vielleicht anders gekommen“, meinte Gebhart und machte seine monatelange Spielpause für die vergebene Möglichkeit verantwortlich: „In zwei, drei Wochen wäre ich wahrscheinlich anders mit der Chance umgegangen.“ So brachte ein Rostocker Abwehrfehler die Gäste in Vorhand. Der gerade zuvor eingewechselte Maurice Deville schoss in der 71. Minute aus Mittelstürmerposition unbedrängt ein. Hansa-Trainer Christian Brand reagierte und brachte mit Aleksandar Stevanovic einen weiteren Offensivmann. Sein Team bewies Moral, drängte auf den Ausgleich und bekam ihn auch. „Die Mannschaft gibt nie auf - erst in der Kabine.

Dafür hat sie sich heute belohnt“, lobte Brand und gab sich mit dem Punkt zufrieden. „Wir haben Frankfurt auf Distanz gehalten und sind im Soll.“ Dass die Protagonisten aber letztlich die nunmehr bereits seit Februar anhaltende ungeschlagene Heimserie ausbauen konnten, hatten sie letztlich nur Deville zu verdanken. Der luxemburgische Nationalspieler köpfte in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen von Hansa-Verteidiger Fabian Holthaus getretenen Freistoß zum Entsetzen seiner Mannschaftskameraden ins eigene Netz.  Und war bedient. „Es ist dumm, dass der Gegentreffer so noch passiert ist. Wie es auswärts so ist, probiert der Gegner nach unserem Tor noch einmal alles. Gefühlte zehn Eckbälle und fünf Freistöße in zehn Minuten waren dann einfach zu viel“, meinte der vor der Saison aus Kaiserslautern zum Zweitliga-Absteiger gewechselte Angreifer. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen