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FC Hansa Rostock : Schuhen: Der geht auf meine Kappe

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa-Torhüter Marcel Schuhen übt nach dem 2:2 in Zwickau Selbstkritik. Gäste zeigen zwei Gesichter

svz.de von
erstellt am 21.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Hansa-Keeper Marcel Schuhen redete nach dem 2:2 beim FSV Zwickau am 28. Spieltag der 3. Fußball-Liga nicht um den heißen Brei herum. „Wenn ich zum Ball gehe, muss ich ihn anders klären. Ich kriege ihn nicht richtig weg, weil er einfach so runterfällt, und dann trudelt er im Fünfer rum. Oft ist es dann so, dass der Ball nicht mehr geblockt wird oder einer mit dem Fuß rankommt, sondern er geht durch die Beine und rein. Den nehme ich auf meine Kappe. Ich glaube, wenn das nicht passiert wäre, hätten wir gar kein Gegentor kassiert“, so der 24-Jährige selbstkritisch.

Bis zu diesem Zeitpunkt machten die Rostocker ein starkes Auswärtsspiel und hatten das beste Rückrundenteam der Liga quasi entzaubert. Von den Westsachsen kam fast eine Stunde lang nichts. Die Gäste zeigten erneut, welches Potenzial in ihnen schlummert, allerdings konnten sie es zum wiederholten Mal nicht über 90 Minuten abrufen. „Die erste Halbzeit war mit das Beste, was wir in dieser Saison gezeigt haben. Wir nahmen toll den Kampf an, spielten super Fußball und machten zu den richtigen Zeitpunkten die Tore. Dann ist es natürlich um so bitterer, dass wir nur unentschieden spielen“, erklärte der Schlussmann.

Auch Trainer Christian Brand bemängelte die zwei Gesichter seines Teams. „Woche für Woche sieht man, was geht und was nicht. Es ist doch kein Zufall, sondern ein Problem der Mannschaft, ein Spiel sauber zu Ende zu bringen. Auch wenn ,Schuh’ den Ball nicht richtig abwehrt, sind immer noch vier Spieler um den Mann herum, der das Tor schießt. Da geht es um die allerletzte Konsequenz, den Treffer zu verhindern. Das ist eine Mentalitätsgeschichte. Das ist im Gegensatz zur Taktik oder Aufstellung nur schwer zu ändern“, so der 44-Jährige.

Wenngleich die Stimmung der Ostseestädter nach der gefühlten Niederlage verständlicherweise zunächst im Keller war, gelte es, das Positive mitzunehmen, so Marcel Schuhen: „Wir sollten nach dem 2:2 jetzt nicht alles schlechtreden. Die erste Hälfte war überragend. Zwickau selbst war überrascht, wie wir aus der Kabine gekommen und hier aufgetreten sind. Daran müssen wir nun am Sonnabend im Heimspiel gegen Paderborn anknüpfen.“

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