FC Hansa Rostock : Scherff überzeugt Dotchev

Neue Chance beim FC Hansa: Youngster Lukas Scherff nutzte das Trainingslager, um Coach Pavel Dotchev von seinem Können zu überzeugen.
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Neue Chance beim FC Hansa: Youngster Lukas Scherff nutzte das Trainingslager, um Coach Pavel Dotchev von seinem Können zu überzeugen.

Der junge Linksverteidiger nutzt unter dem neuen Trainer seine zweite Chance beim FC Hansa

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29. Juni 2017, 08:00 Uhr

Für Hansa-Youngster Lukas Scherff ist das Kurz-Trainingslager Gelegenheit, sich für einen Verbleib beim Fußball-Drittligisten zu empfehlen. Nachdem der 20-Jährige in der Winterpause der Saison 2015/16 an den FC Schönberg (Regionalliga) ausgeliehen wurde, steht er nun vor einer Rückkehr zu den Rostockern. „Ich freue mich sehr, wieder dabei zu sein. Das ist toll. Es ist meine zweite Chance bei Hansa, und die will ich nutzen“, sagt Scherff.

Der Linksverteidiger, der in Schwerin aufgewachsen ist, durchlief ab 2010 alle Jugendmannschaften beim FCH. „Allein deshalb wäre es schön, wieder zurückzukehren“, gesteht er. Scherff passt auch in das neu formierte Team von Coach Pavel Dotchev – er ist jung und zielstrebig. „Ich darf guten Fußball spielen, und wir machen gerade einen Umbruch, sind alle jung und hungrig. Deswegen passt Hansa zu mir. Zudem sind auch das ganze Umfeld und die Trainingsbedingungen einfach optimal.“

In den vergangenen anderthalb Jahren spielte er für den FC Schönberg, gemeinsam mit Florian Esdorf (beide besitzen noch Vertrag bis 2018). Da die Schönberger ihre erste Mannschaft aber zurückzogen und einen Neustart in der Landesliga anstreben, konnten sich beide bei Hansa empfehlen. Esdorf wurde jedoch bereits in der ersten Trainingswoche der Sommervorbereitung von Trainer Dotchev aussortiert. Die Entwicklung bei Esdorf überzeugte den Fußball-Lehrer nicht.

Bei Scherff ist es aber anders, unterstreicht Dotchev: „Ich habe einen guten Eindruck von ihm bekommen – und das, was ich gesehen habe, gefällt mir. Für mich ist Lukas ein Spieler, der zum Kader gehört. Ich plane mit ihm als Linksverteidiger.“

Dabei überzeugt der Abwehrspieler nicht nur mit seinem fußballerischen Können, sondern auch mit seinem Charakter. „Er ist sehr bescheiden, fleißig, besitzt zudem ein gutes Tempo sowie Ausdauer. Er ist ein Spieler mit Perspektive“, bescheinigt ihm Dotchev und fügt hinzu: „Zudem kommt er aus unserer Jugend, das dürfen wir nicht vergessen. So etwas ist sehr wichtig für den Verein.“

Somit scheint einem weiteren Verbleib von Lukas Scherff beim FCH nichts mehr im Weg zu stehen. „Wenn Hansa mich will, dann bin ich zu 100 Prozent dabei“, verspricht Lukas Scherff.

Extra:  Hansa siegt auch beim Testspiel in Baabe

Dritter Erfolg im dritten Testspiel für Fußball-Drittligist FC Hansa: Beim SV Blau-Weiß 50 Baabe (Landesklasse) gewannen die Rostocker klar mit 8:0 (4:0). Doch zu Beginn taten sich die Hanseaten schwer, die intensiven Einheiten auf Rügen steckten wohl  in den Knochen. „Die Beine waren am Anfang schon schwerer als gewöhnlich. Die Woche war anstrengend, wir haben einige Körner  verbraucht“, sagte Keeper Luis Zwick.

Der 23-Jährige hatte in der ersten Halbzeit zwei Situationen, die brenzlig für den FC Hansa waren: In der 9. Minute stürmte Alexander Bley allein auf ihn zu. Aber Zwick war zur Stelle. Eine ähnliche Szene ergab sich in der 25. Minute durch den Baaber Spieler Marcel Gebhardt. „Ich hatte mehr zu tun, als ich im Vorfeld gedacht hatte. Aber für mich ist es ja super, wenn ich was zu halten habe und so die Jungs im Spiel halten kann“, so Zwick.

Doch der FCH drehte auf und   sorgte mit dem 8:0-Endstand schließlich für klare Verhältnisse. „Ich denke, der Sieg geht am Ende auch in der Höhe in Ordnung“, sagte Luis Zwick.

FC Hansa: Zwick – Rankovic (46. Gesien), Nadeau, Riedel (46. Berger), Scherff (46. Bouziane) – Föll (63. Väyrynen), Bischoff (46. Wannenwetsch), Owusu (46. Henning), Evseev (46.  Chaka), Fehr (46. Holthaus) – Benyamina (46. Ziemer)

Tore: 0:1  Benyamina (29.), 0:2 Evseev (31.), 0:3, 0:4 Benyamina (38., 45.), 0:5 Föll (50.), 0:6 Väyrynen (68.) 0:7  Chaka (82.), 0:8 Väyrynen (88.)

Hansa intern

Ohne Tommy Grupe: Pech für Hansas Defensivmann Tommy Grupe: Wegen einer Oberschenkelverletzung muss der  25-Jährige mindestens zwei Wochen pausieren. Die gestern erfolgte MRT-Untersuchung von Christopher Quiring ergab, dass er sich eine schwere Zerrung im Oberschenkel zugezogen hat – somit muss der Flügelflitzer noch ein paar Tage aussetzen.

Ex-Hanseat Pannewitz bei Jena: Aktuell stellt sich Ex-Hansa-Spieler Kevin Pannewitz bei Drittligist Carl Zeiss Jena vor. Der 25-Jährige spielte zuletzt beim Oranienburger FC (6. Liga). Ex-Hanseat Christian Dorda schloss sich unterdessen dem KFC Uerdingen an. Bei dem Regionalliga-Aufsteiger unterschrieb der Verteidiger einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Vorweg läuft Hansa-Trainer Pavel Dotchev (links), gefolgt von seiner Truppe, die eine gute Stunde Gas gab.
Vorweg läuft Hansa-Trainer Pavel Dotchev (links), gefolgt von seiner Truppe, die eine gute Stunde Gas gab.
 

Guten-Morgen-Lauf am Strand: Was für ein Start: Den dritten Tag im Trainingslager in Göhren auf Rügen haben die Kicker des FC Hansa mit einem Strandlauf begonnen. Gemeinsam mit Trainer Pavel Dotchev ging es zunächst auf dem Sand und anschließend auf der Promenade durch das Ostseebad – knapp sieben Kilometer legten die Profis zurück.

Maries Hansa-Kolumne: Slawischer Berg mit Seejungfern

Wie die Profis des  FC Hansa nutzte auch ich die Gelegenheit, um eine kleine Laufrunde einzulegen, und wollte dabei gleich mal den kleinen Ort Göhren erkunden. Klein, aber oho, fällt mir da als Urteil ein. Denn beim lockeren Joggen musste ich so einige steile und vor allem lang anhaltende Anstiege in Angriff nehmen.

Kein Wunder da, dass die slawische Übersetzung des Ortsnamens „Gora“ Berg bedeutet. Das ursprüngliche Fischer- und Lotsendorf  wurde 1165 erstmals in Aufzeichnungen erwähnt. Die Entwicklung hin zum Seebad geschah im 19. Jahrhundert – die Touristen entdeckten die schöne Idylle für sich.

Kein Wunder, denn Göhren ist nicht nur ein ruhiges Örtchen, sondern  besitzt auch den östlichen Teil Rügens – das Kap Nordperd. Die gut 1500 Meter lange Landzunge hat die Form eines gleichschenkligen Dreiecks, das den Nord- und Südstrand voneinander trennt. Ersterer liegt direkt unterhalb von Göhren.

Der Ort hat aber noch mehr zu bieten. Denn zwischen der Seebrücke und dem Nordperd befindet sich der größte in Norddeutschland gefundene Findling: der Buskam. Dieser ist, wenn auch nur vage, vom Strand zu sehen. Ein graues Gewölbe, das mehr als einen Meter aus dem Meer hinausragt. Nach Sagen und Überlieferungen sollen dort unter anderem Seejungfern getanzt haben.

Göhren – ein kleines Örtchen, aber oho!

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