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FC Hansa Rostock : Ruprecht am Scheideweg

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Innenverteidiger lässt seine Zukunft beim FC Hansa offen. Sein Vertrag endet zum 30. Juni.

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Als Steven Ruprecht am Sonnabend nach Hansas 1:2 gegen Dynamo Dresden in die Fankurve ging und mit den Rostocker Anhängern den Klassenerhalt feierte, endete für den Abwehrmann eine verkorkste Saison doch noch versöhnlich. Der Innenverteidiger, der sich zwei Wochen zuvor in der Partie gegen den VfB Stuttgart II die Schulter ausgekugelt hatte, war im heißen Saisonfinale der 3. Fußball-Liga zum Zuschauen verdammt und konnte das Team nur außerhalb des Platzes unterstützen.

„Jeder weiß, dass ich Bock auf Hansa habe“

„Trotzdem bin ich mit ins Trainingscamp und nach Dresden gefahren, um meinen Beitrag zu leisten. Dafür ließ ich extra den zweiten Hochzeitstag mit meiner Frau sausen“, sagte der 27-Jährige. Auch wenn der Kurztrip nach Sachsen sportlich gesehen mit einer Pleite endete, wog der Liga-Verbleib alle vorherigen Enttäuschungen auf. „Der Klassenerhalt war das oberste Ziel. Das haben wir erreicht. Leider wurden wir zum Ende hin für unsere ordentlichen Leistungen nicht mehr belohnt. Aber es hat ja zum Glück gereicht“, sagte der „Lange“, der die starke Aufholjagd im Jahr 2015 auf den gewachsenen Teamgeist zurückführte. „Wir haben alle zusammen Gas gegeben und hatten jede Menge Spaß. Das zahlte sich aus“, so der Routinier.

Während die Zukunft des Drittligisten vorerst gesichert ist, steht Steven Ruprecht, dessen Vertrag beim FC Hansa zum 30. Juni endet, am Scheideweg. „Es wurden bereits erste Gespräche geführt. Jeder weiß, dass ich Bock auf Hansa habe“, beteuerte der Profi. Klar sei aber auch, dass für ihn die Rahmenbedingungen passen müssten.

Operation beim Arzt der Eisbären

Abgesehen davon konzentriert sich Ruprecht derzeit voll auf seine Genesung. Dazu unterzieht er sich heute in Berlin einer Schulter-OP. „Der Eingriff am Gelenk ist nötig. Wir wollen sichergehen, da die Schulter auch künftig in Zweikämpfen und bei Kopfballduellen hohen Belastungen ausgesetzt ist. Ich will zu 100 Prozent gesund werden“, erklärte Ruprecht, der von einem Spezialisten, der auch die Eishockey-Spieler der Eisbären behandelt, operiert wird. „Der muss ja wissen, wie es geht“, scherzte der gebürtige Berliner, der in einigen Wochen wieder auf dem Platz stehen will. Ob er dann weiter im Hansa-Trikot aufläuft, werden die nächsten Tage zeigen...

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