FC Hansa Rostock : Rückkehr in die Heimat

Maik Baumgarten – der hier beim 4:0 im Landespokal-Viertelfinale dem Stralsunder Steffen Pompe enteilt – hat jetzt erst mal nur eines im Sinn: bei seinem Ex-Verein Rot-Weiß Erfurt mit Hansa endlich wieder ein Punktspiel zu gewinnen.
Maik Baumgarten – der hier beim 4:0 im Landespokal-Viertelfinale dem Stralsunder Steffen Pompe enteilt – hat jetzt erst mal nur eines im Sinn: bei seinem Ex-Verein Rot-Weiß Erfurt mit Hansa endlich wieder ein Punktspiel zu gewinnen.

Neun Jahre spielte Maik Baumgarten in Erfurt – nun will er dort für Rostock drei Punkte holen.

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17. November 2015, 08:00 Uhr

Beim 4:0 von Fußball-Drittligist FC Hansa im Landespokal-Viertelfinale beim Verbandsligisten FC Pommern Stralsund stimmte nicht nur das Ergebnis, sondern auch das „Rahmenprogramm“: In der Halbzeitpause drehten die Speedway-Jungs vom Deutschen Mannschafts-Meister MC Nordstern ein paar Runden durch die Primus Immobilien Arena, am Horizont erschien von Zeit zu Zeit ein zumindest halber Regenbogen. Der Rostocker Maik Baumgarten hatte dafür kein Auge: Der zentrale Mittelfeldspieler war voll auf seinen Job fokussiert. Und den machte er nicht schlecht, hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß, als er nach einem schönen Solo die Kugel schon an Pommern-Torwart Sund vorbeigetrieben hatte, Verteidiger Zienkiewicz sie jedoch gerade noch von der Linie kratzen konnte (60.).

„Schade, dass der nicht drin war“, befand Baumgarten und fasste die Partie so zusammen: „Wir hatten uns vorgenommen, das seriös runterzuspielen. Am Anfang lief es etwas zäh, weil es auf dem Boden auch nicht einfach war, aber so ist das nun mal in dieser Jahreszeit. Mit dem Halbzeitpfiff haben wir das 1:0 gemacht und am Ende noch klar gewonnen.“

Nun gilt die volle Konzentration der nächsten Punktspiel-Aufgabe am Sonnabend beim FC Rot-Weiß Erfurt. Jenem Verein, von dem der in Eisenach geborene Baumgarten zu Saisonbeginn nach Rostock kam. Und für den er am letzten Spieltag 2014/15 sein erstes und bislang einziges Profi-Tor zum 1:0-Sieg gegen Unterhaching erzielte. Wie bekannt, beförderte dieser Treffer die Rand-Münchner in die Regionalliga – und bewahrte zugleich seinen jetzigen Verein vor dem Abstieg.

„Darauf wurde ich am Anfang oft angesprochen. War im Nachhinein betrachtet ein schöner Zufall“, sagt Maik Baumgarten lächelnd. Für ihn ist die bevorstehende Begegnung eine ganz besondere, „schließlich habe ich neun Jahre für Erfurt gespielt“. Es sei immer schön, nach Hause zu kommen. Gerade deshalb hoffe er, zum Einsatz zu kommen, denn „Freunde und Familie werden im Stadion sein, Eltern, Opa, Onkel und meine Freundin Eileen“. Nur ist er diesmal kein Rot-Weißer mehr. Da zählt die Vergangenheit nicht, sondern ausschließlich das Wohl der Kogge. Nach zwölf sieglosen Spielen „müssen wir endlich wieder gewinnen, da unbedingt drei Punkte mitnehmen, den Ball, egal wie, über die Linie drücken. Irgendwann platzt der Knoten, da habe ich vollstes Vertrauen“, ist der 22-Jährige voller Zuversicht.

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