FC Hansa : Rostocker Fußball-Profis unter Druck

Am Boden, aber nicht am Ende: Hansas Steven Ruprecht (r.) hilft nach der 0:1-Pleite gegen Cottbus dem enttäuschten David Blacha auf die Beine. Das Team muss um jeden Punkt kämpfen.
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Am Boden, aber nicht am Ende: Hansas Steven Ruprecht (r.) hilft nach der 0:1-Pleite gegen Cottbus dem enttäuschten David Blacha auf die Beine. Das Team muss um jeden Punkt kämpfen.

Balanceakt zwischen Abstiegskampf und Finanzchaos / Werden im Winter Spieler verkauft?

svz.de von
26. November 2014, 12:23 Uhr

Drohende Insolvenz, klamme Kassen und Abstiegskampf in der 3. Fußball-Liga – die Verantwortlichen des FC Hansa sind derzeit nicht um ihre Arbeit zu beneiden. Dies gilt erst recht für die Profis, deren sportlicher Erfolg oder Misserfolg unmittelbar Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des Traditionsclubs hat.

„Wir wollen nicht rumjammern, aber der Druck, der in den letzten Wochen auf den Jungs lastet, ist schon enorm. Jeder läuft mit der Schlinge um den Hals auf, immer im Hinterkopf, auf einen Abstiegsrang abrutschen zu können“, sagte Trainer Peter Vollmann.

Deshalb sei er froh, dass seine Mannschaft sich gegen den Druck stemmt und mit der kritischen Situation sehr gut umgeht. „Wir arbeiten die Probleme in der Kabine ab. Wenn wir keinen Abriss haben, bleiben wir im Fahrwasser. Es ist unsere erste Bürgerpflicht, die sportlichen Vorgaben zu erfüllen. Das ist für uns kein Leistungshemmer, sondern motivierend“, so die Ansage vom Coach.

Im Klartext: Bis zur Winterpause will Hansa seine „interne Punktevorgabe“ einhalten. In den restlichen vier Partien gegen Dynamo Dresden (H), Preußen Münster (H), Rot-Weiß Erfurt (A) und Holstein Kiel (H) müssten schon mindestens sechs Punkte her, um halbwegs besinnliche Weihnachten verbringen zu können.

Danach hätten Vollmann und Hansas Sportlicher Leiter Uwe Klein Zeit, personell zu reagieren. „Man bereitet sich auf mögliche Verbesserungen vor. Die Situation ist derzeit schwer kalkulierbar“, hielt sich der Trainer mit Ankündigungen zu Neuverpflichtungen zurück. Grund ist die finanziell angespannte Lage des Clubs, der vor allem im Lizenzspielerbereich einsparen muss. Selbst vorzeitige Verkäufe von Leistungsträgern wie David Blacha oder Max Christiansen sind nicht ausgeschlossen. Vollmann diplomatisch: „Es ist ja normal, dass es zur Halbserie Zu- und Abgänge gibt. Wir müssen die Entscheidungen des Clubs mittragen und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln auskommen.“

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