Pläne des FC Hansa Rostock : Rolf Elgeti: „Wir wollen aufsteigen“

Versteht die Beurlaubung von Trainer Christian Brand: „Ich glaube, dass Vorstand und Aufsichtsrat hier richtig gehandelt haben. Die Kosten der Vertragsauflösung werden uns am Ende hoffentlich als sinnvolle Investition in die Zukunft vorkommen“, so Hansa-Investor Rolf Elgeti.
Versteht die Beurlaubung von Trainer Christian Brand: „Ich glaube, dass Vorstand und Aufsichtsrat hier richtig gehandelt haben. Die Kosten der Vertragsauflösung werden uns am Ende hoffentlich als sinnvolle Investition in die Zukunft vorkommen“, so Hansa-Investor Rolf Elgeti.

Hansa-Investor möchte in die 2. Liga: „Ob es ein, zwei, drei oder mehr Jahre dauert, ist mir persönlich nicht so wichtig. Aber sportlich in die Richtung gehen sollte es schon“

svz.de von
26. Mai 2017, 06:00 Uhr

Ohne ihn wäre der FC Hansa wahrscheinlich schon längst von der Bildfläche verschwunden. Finanzexperte Rolf Elgeti, der seit der Ausgliederung des Profibereichs des Rostocker Fußball-Drittligisten an der KGaA beteiligt ist, ist der starke Mann im Hintergrund, der dem Club bei finanziellen Problemen unter die Arme greift. Auch bei der Lizenz für die Saison 2017/18 gilt es ein Finanzloch im sechsstelligen Bereich zu stopfen. „Ich kann die Zahl nicht bestätigen. Aber egal, wie die Lücke ausfallen wird: Sie wird geschlossen werden“, sagt Rolf Elgeti.

Der Geschäftsmann ist mit der Saison 2016/17 im Großen und Ganzen zufrieden: „Ich denke, fast überall außerhalb des Sports sind wir gut vorangekommen. Die Sanierungen des Vorstandes fangen an zu greifen, wir haben stabile Gremien, eine wachsende Mitgliederzahl und konnten uns auch im Sponsoring verbreitern. Insofern geht sehr vieles in die richtige Richtung. Sportlich sind wir allerdings sicherlich unter den Erwartungen der allermeisten Fans, mich selbst eingeschlossen, geblieben.“

Dass die Vereinsgremien mit der Beurlaubung von Cheftrainer Christian Brand auf die sportliche Misere reagiert haben, sieht er als notwendigen Schritt an. „Ich glaube, dass Vorstand und Aufsichtsrat hier richtig gehandelt haben. Unabhängig davon, dass wir alle Herrn Brand für die geleistete Arbeit dankbar sein und ihm für seine weitere Laufbahn alles Gute wünschen sollten, gab es sicher ausreichend objektiv messbare Kriterien, die am Ende für einen Trainerwechsel sprachen. Die Kosten der Vertragsauflösung werden uns am Ende hoffentlich als sinnvolle Investition in die Zukunft vorkommen“, so Elgeti.

Dabei setzt der Finanzexperte große Hoffnungen in den neuen Coach Pavel Dotchev: „Ich erspare mir mal die üblichen Worthülsen wie ,ruhige Saison‘ oder ,Übergangssaison‘ und so weiter. Wir wollen aufsteigen. Es gibt einen neuen Trainer, der schon bewiesen hat, dass er weiß, wie das geht. Wir haben die finanziellen Möglichkeiten, dass wir uns nicht verstecken müssen. Und Fans und Umfeld sind sowieso bundesligatauglich. Die destruktive Unruhe im Verein der vorigen Jahre ist weg. Die Liste der potenziellen Ausreden wird also zunehmend kürzer. Ob es jedoch ein, zwei, drei oder mehr Jahre dauert, um aufzusteigen, ist mir persönlich nicht so wichtig. Aber sportlich in die Richtung gehen sollte es schon.“

Von größeren Investitionen in den Kader will er aber
Abstand nehmen: „Ich halte überhaupt nichts davon, sportliche Erfolge finanziell zu erkaufen. Das passt weder zu Hansa noch zu unserer Region und entspricht auch nicht meinem Verständnis von Sportsgeist. Gute Leute wollen aber zu Recht gutes Geld verdienen. Deshalb müssen wir gemeinsam vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen. Für maßvolle und gut begründete Vorschläge bin ich zu haben.“

Vielmehr gelte es, den Weg der Konsolidierung weiterzugehen. „Aus meiner Sicht hat der Vorstand hier sehr gute Arbeit geleistet. Wir sind aber noch nicht am Ziel und müssen auch die letzte und noch so kleine Schraube im Maschinenraum adjustieren. Die 3. Liga ist wirtschaftlich eine große Herausforderung für
einen Verein wie den unseren, und deshalb sind da extra Anstrengungen erforderlich, um solide zu arbeiten“, so Elgeti, der den Vorstandsvorsitzenden Robert Marien und Finanzvorstand Christian Hüneburg für ihre geleistete Arbeit lobt: „Beide haben unter sehr turbulenten Umständen das Ruder übernommen und sich der Verantwortung gestellt, obwohl sie wussten, dass sie ein sehr dickes Brett würden bohren müssen. Das verdient großen Respekt. Darüber hinaus denke ich, dass die Ergebnisse im Verantwortungsbereich der beiden eine sehr deutliche Sprache für sie sprechen.“

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