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FC Hansa Rostock : Rolf Elgeti verzichtet auf elf Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Schulden der Ostseestadiongesellschaft reduzieren sich durch den Deal auf 9,2 Millionen Euro

Der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat gestern einen ersten wichtigen Schritt für eine nachhaltige Entschuldung vorgenommen und sich mit Investor Rolf Elgeti auf einen Forderungsverzicht von insgesamt elf Millionen Euro geeinigt. „Wir haben den Vertrag unterschrieben. Die Belastungen von 20,3 Millionen Euro, die die Ostseestadiongesellschaft zu tragen hat, wurden durch zwei Abtretungen und einen echten Forderungsverzicht in Höhe von sieben Millionen Euro reduziert, so dass am Ende noch 9,2 Millionen Euro übrig bleiben“, erklärte der kommissarische Vorstandsvorsitzende Dr. Chris Müller.

Investor Elgeti zeigte sich erleichtert, dass der Vertrag nach wochenlangem Hin und Her unterschrieben wurde. „Ich freue mich, dass wir den sehr wichtigen Schritt endlich gehen konnten. Es war wichtig vor der Mitgliederversammlung am Sonntag zu zeigen, dass alles was vorbereitet wurde, auch umgesetzt wurde“, so der Finanz- und Immobilienexperte.

Der zwischen Verein und Investor geschlossene Deal steht allerdings noch unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung der Vereinsmitglieder des FC Hansa zur Ausgliederung des Spielbetriebs und der Übertragung von 45 Prozent der Kommanditaktien an die Obotritia Capital KGaA. „Es sind noch einige Hausaufgaben zu machen. Wir werden es so schnell wie möglich, aber auch sorgfältig wie nötig vorbereiten, sodass voraussichtlich auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Januar darüber abgestimmt werden kann“, so Müller.

Rolf Elgeti wies in diesem Zusammenhang jedoch darauf hin, dass Hansa finanziell damit noch nicht über den Berg sei, „denn weder der Forderungsverzicht noch die Ausgliederung reichen alleine aus. Sie eröffnen die Möglichkeit, dass der Verein wieder wirtschaftlich tragfähig werden kann, und uns vielleicht mal wieder sportlich von besseren Zeiten träumen lässt“.

Dem stimmte der Vorstandschef zu: „Wir haben einmal kräftig Hilfe bekommen. Das war überlebenswichtig für den Verein. Der Rest ist jetzt unsere Hausaufgabe. Wir können nicht – wie in den vergangenen Jahren – hoffen, dass die öffentliche Hand, die Banken oder Infront den Verein permanent entschulden, und wir trotzdem nicht vorankommen“, sagte Chris Müller.
 

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