Reaktionen und Stimmen zur Hansa-Rettung

Bernd Hofmann Foto: dabe
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Bernd Hofmann Foto: dabe

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09. Mai 2012, 10:43 Uhr

Der Hansa-Boss Bernd Hofmann stellte sich den Fragen unseres Redakteurs Torben Hinz:
Herr Hofmann, was geht in Ihnen vor?

Hofmann: Ich freue mich über den positiven Ausgang dieser Abstimmung und bedanke mich im Namen des gesamten Vereins bei der Rostocker Bürgerschaft. Wir werden alles daran setzen, das Vertrauen zu rechtfertigen, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat.

Aus der Bürgerschaft wurde aber auch die aus ihrer Sicht mangelnde Informationspolitik von Hansa kritisiert. Zu Recht?

Wir haben alle Unterlagen so früh wie möglich eingereicht und ausgiebig informiert. Mehr kann man über die finanzielle Situation einfach nicht sagen. Natürlich sind mittelfristig nicht operative Zuschüsse, sondern eine Sanierung notwendig.

Wie soll die aussehen?

Wir haben uns unabhängig vom Sanierungskonzept schon im Vorfeld Strategien überlegt. Eine Möglichkeit dabei ist, die Beteiligung an der Stadiongesellschaft zu veräußern. Unser Wunsch wäre, eine Symbiose aus Land und Stadt zu erreichen. Es kann aber auch ein privater Investor sein.

Was würde das einbringen? In der Bürgerschaft wurden acht Millionen Euro genannt...

Laut Gutachten der Wirtschaftsprüfer ist das Stadion aktuell 16, 17 Millionen Euro wert. Wir halten 50 Prozent der Gesellschaft.

Sie sagen, das ist eine Möglichkeit - welche gibt es noch?

Vor allem, sportlich erfolgreicher zu sein und wieder aufzusteigen. Oder einen zweiten Toni Kroos zu verkaufen. Aber damit zu planen, wäre nicht seriös.

Welchen Anteil haben die Fans am Votum der Bürgerschaft?

Letztendlich ist das Abstimmungsergebnis vor allem dank dieser Welle der Solidarität zustande gekommen. Dafür kann ich mich nur bei allen Fans im ganzen Land bedanken.

Wie geht es jetzt sportlich weiter?

Mit unserem Etat von zehn Millionen Euro liegen wir im vorderen Drittel der Liga. Und wir profitieren von unserer guten Nachwuchsarbeit. Das klare Ziel muss deswegen der direkte Wiederaufstieg sein.

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